Wildschwein auf A5: Drei Menschen sterben

Die Unfallstelle auf der A5: Der Göttinger Basketballer Marco Grimaldi hat bei dem Unfall seine Schwester und seine Lebengsgefährtin verloren.

Fulda - Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 5 bei Alsfeld in Hessen sind in der Nacht zum Sonntag drei Menschen ums Leben gekommen. Die Basketballmannschaft des Bundesligisten BG Göttingen wurde Zeuge des Unfalls

Nach Polizeiangaben überfuhr zunächst ein Kleintransporter zwischen Homberg/Ohm und Alsfeld/West ein Wildschwein auf der linken Spur und hielt daraufhin auf dem Standstreifen. Ein mit drei jungen Frauen aus Göttingen besetzter Wagen fuhr ebenfalls über das tote Wildschwein und steuerte danach auf die Pannenspur. Ein weiteres Fahrzeug, das mit dem Wildschwein kollidierte, wurde gegen das Auto der Frauen aus Göttingen geschleudert, die sich hinter dem Fahrzeug befanden.

Dabei wurden eine 28 und eine 16 Jahre alte Frau sowie der 46 Jahre alte Fahrer des dritten Unfallwagens tödlich verletzt. Eine 28 Jahre alte Amerikanerin wurde von den Rettungskräften mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Bei den beiden getöten Frauen handelt es sich um die langfjährige Lebensgefährtin und die Schwester des Göttinger Basketballers Marco Grimaldi, wie der Verein am Sonntagnachmittag mitteilte. Die Lebensgefährtin des BG-Spielers Kyle Bailey überlebte den Unfall leicht verletzt. Die Spieler des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen waren zuvor Zeugen des Unfalls geworden. Die Mannschaft wurde unmittelbar nach dem Unfall von einem Notfallseelsorger betreut.

Laut Polizei waren die Frauen aus Göttingen Angehörige einer Basketballmannschaft, die ihnen mit Kleinbussen folgte und den schweren Unfall mit ansehen musste. Sie wurden von einem Notfallseelsorger betreut. Die A5 war bis in die Morgenstunden gesperrt.

dpa/dapd

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