Wieder Brandanschläge in Berlin

Berlin - Die Brandanschläge auf Autos in Berlin haben auch in der vierten Nacht in Folge kein Ende genommen. Nach Polizeiangaben brannten elf Autos, ein weiteres wurde beschädigt.

Insgesamt wurden in der Nacht zum Freitag elf Autos angezündet, zwei weitere Versuche blieben vergeblich. Zudem wurden nach Angaben der Polizei sieben Fahrzeuge durch Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Seit der Nacht zum Dienstag sind damit durch Brandstiftungen und übergreifende Flammen in der Hauptstadt 67 Fahrzeuge ganz oder teilweise beschädigt worden.

Über die Motive der Brandstiftungen gibt es bei der Polizei unterschiedliche Einschätzungen. Neben politischen Anschlägen gebe es auch zunehmend Nachahmungstäter, hieß es.

Kein politisches Motiv gibt es vermutlich für einen Brand auf einem Schrottplatz in Schmöckwitz im Osten der Stadt. Dort wurden sechs Autos angezündet, weitere sechs wurden beschädigt. Die Polizei sicherte dort Einbruchsspuren. Etwas später fingen in der Nähe zwei weitere Autos Feuer. Die Beamten gingen in diesem Fall von Brandstiftung aus, der auf den ersten Blick in das Muster der vergangenen Nächte passe.

Dasselbe gelte für eine Brandstiftung in Moabit. Dort stand gegen 1.15 Uhr ein Auto auf einem Hinterhof in Flammen, ein weiteres wurde beschädigt. Kurz nach 03.00 Uhr brannte es dann auch in Neukölln-Rudow: Ein geparktes Mittelklasse-Auto stand in Flammen.

Bereits vor Mitternacht war ein Auto in Kreuzberg angezündet worden. Doch hierbei handele sich um eine Brandstiftung mit völlig anderen Motiven, denn das hochwertige Cabriolet sei als gestohlen gemeldet. Das Feuer sei zudem ins Innere des Wagens gelegt worden. Am frühen Freitagmorgen wurde dann versucht, in Charlottenburg ein hochwertiges Auto anzuzünden.

Seit der Nacht zum Dienstag habenPolizei und Feuerwehr in Berlin immer wieder mit nächtlichen Brandstiftungen an Autos zu kämpfen. Bislang konnten die unbekannten Täter erfolgreich flüchten.

dpa

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