Suche im Wald eingestellt

Vermisste Inga: Polizei ermittelt wegen Entführung

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Einsatzfahrzeuge der Polizei sind am 05.05.2015 bei der Suche nach einem Kind im Waldgebiet am Diakoniewerk Wilhelmshof in Stendal abgestellt.

Stendal - Die Polizei hat die Suche nach der vermissten fünfjährigen Inga in einem Waldgebiet bei Stendal vorerst eingestellt. Eine Straftat scheint immer wahrscheinlicher.

Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen Entziehung Minderjähriger eingeleitet worden, teilte die Polizei am Donnerstag in Magdeburg mit. Die großangelegte Suche nach dem vermissten Mädchen, an der sich in den vergangenen Tagen mehr als 1000 Helfer beteiligt hatten, wurde vorerst eingestellt.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen rückten nun in den Vordergrund und würden nochmals intensiviert. Derzeit würden alle Hinweise, Spuren und Erkenntnisse ausgewertet, um weitere Ermittlungsansätze zu finden.

Die Ermittler baten am Donnerstag erneut um Hinweise aus der Öffentlichkeit, auch über die direkte Umgebung von Stendal hinaus. "Wir haben bislang nicht den Hauch einer Spur", sagte Polizeisprecher Marc Becher. "Wir wollen alle Hinweise haben. Jedes noch so kleine Detail kann hilfreich sein". Die Zahl der bisherigen Hinweise gehe bereits in die Hunderte. Die Ermittlungsgruppe „Wald“ gehe ihnen allen nach. „Die Teams werten weiter von frühmorgens bis spätabends die Befragungen der Menschen vor Ort aus, sagte Becher. „Das ist eine Puzzlearbeit, die feinen Spürsinn erfordert.“ So sollen weitere Ermittlungsansätze gefunden werden. „Das Mädchen muss ja dort vor Ort verschwunden sein.“

Das fünfjährige Mädchen war am Samstagabend im Stendaler Ortsteil Wilhelmshof verschwunden, wo es mit seiner Familie zu Besuch war. Die Polizei vermutet, dass das Kind beim sammeln von Holz für ein Lagerfeuer verschwand.

In den vergangenen vier Tagen hatten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, DRK und THW sowie freiwillige Helfer ein rund 3500 Hektar großes Waldgebiet bei Wilhelmshof durchkämmt. Das Gebiet ist etwa so groß wie 5000 Fußballfelder. Auch Hubschrauber und insgesamt 40 Spezialhunde beteiligten sich an der Suche. Zusätzlich wurden der komplette Ortsteil durchsucht und rund 100 Bewohner und Angestellte des Wilhelmshofs, einer betreuten Wohnanlage, befragt. Dabei gab es keinerlei Hinweise auf den Verbleib von Inga.

dpa/afp

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