ver.di: Warnung vor giftiger Flugzeugluft

Frankfurt - Die Gerwerkschaft ver.di warnt vor giftigen Stoffen in der Luft von Flugzeugkabinen. Auch andere Gewerkschaften fordern nun Warngeräte und Filter. Das könnte sogar ein Sicherheitsrisiko sein.

Vor kontaminierter Luft in Flugzeugkabinen haben die Gewerkschaften Cockpit, ver.di und UFO gewarnt. Da die Frischluft für das Cockpit und die Kabine aus den Kompressoren der Triebwerke komme, könne sie mit giftigen Substanzen aus Ölen und deren Verbrennungsstoffen verunreinigt sein, erklärten die drei Organisationen am Mittwoch in Frankfurt am Main. Diese Verunreinigungen könnten auch zu einem Sicherheitsrisiko werden. Die Gewerkschaften forderten von der Politik, den Aufsichtsbehörden, den Luftfahrtunternehmen und der Industrie, die Problematik unverzüglich, umfassend und unabhängig zu untersuchen.

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“Wenn die Gesundheit und Sicherheit von Menschen auf dem Spiel steht, können und dürfen die Verantwortlichen das Problem nicht einfach aussitzen“, erklärten die Gewerkschaften. Dass der derzeit in der Entwicklung befindliche Boeing-“Dreamliner“ die Kabinenluft nicht mehr aus den Triebwerken beziehen werde, sei ein Schritt in die richtige Richtung. “Aber Politik, Behörden und Industrie sind aufgefordert, sofort und umfassend im Sinne des präventiven Gesundheitsschutzes der Crews und Passagiere bei bestehenden Flugzeugen zu handeln.“

Warngeräte und Filter sollen eingebaut werden

Konkret solle herausgefunden werden, inwiefern von den Rückständen eine Gefährdung für Crews und Passagiere ausgehe. Mögliche Zwischenfälle sollten lücken- und vorbehaltlos erfasst werden. Auch unabhängige Nachweisverfahren sowie geeignete Gegenmaßnahmen zur Verhinderung von Kontaminationsfällen müssten wissenschaftlich entwickelt und etabliert werden. Außerdem forderten die Gewerkschaften den Einbau von Filtern und Warngeräten. Cockpit, ver.di und UFO äußerten sich im Anschluss an eine Konferenz zum Thema kontaminierte Kabinenluft in der ver.di-Bundesverwaltung. An dieser Konferenz nahmen auch Gewerkschaftsvertreter, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, Personalvertretungen deutscher Airlines sowie Wissenschaftler teil.

DAPD

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