Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Urteil erwartet: Mann bot 15-Jährige für Sex an

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Im Amtsgericht Rastatt wird der Fall unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt.

Rastatt - Die Sex-Geschäfte eines 63-Jährigen mit einem 15-jährigen Mädchen haben am Montag das Amtsgericht Rastatt beschäftigt. Bald soll das Urteil fallen.

Zum Schutz der Jugendlichen und mit Rücksicht auf die Privatsphäre des Angeklagten schloss die Richterin zu Beginn der Verhandlung die Öffentlichkeit aus. Anschließend befragte das Gericht die Beteiligten und geladene Zeugen. Zum Prozessauftakt betonte der Angeklagte noch vor Ausschluss der Öffentlichkeit, er sei kein Pädophiler. So habe er zuvor eine lange Beziehung zu einer 15 Jahre älteren Frau unterhalten, sagte der Mann aus Schleswig-Holstein.

Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden wirft dem geständigen Mann vor, im Sommer 2014 ein Verhältnis mit der 15-Jährigen eingegangen zu sein. Mit Einverständnis des Mädchens habe der Mann Nacktaufnahmen von ihr angefertigt und sie damit in einem Internet-Sexportal präsentiert. Insgesamt sechs Treffen listete der Staatsanwalt auf, bei denen die Schülerin gegen Bezahlung Freier gehabt haben soll.

Mit dem Geld sollen sich der 63-Jährige und das Mädchen die Flucht nach Süddeutschland finanziert haben. Auf einem Campingplatz bei Rastatt nahm die Polizei den Mann im September fest. Der Bruder des Mädchens hatte sich als Freier ausgegeben und ein Treffen vereinbart.

dpa

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