Explosionsursache geklärt?

Trauerfeier für Opfer von Itzehoe

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Bis auf den letzten Platz gefüllt ist am 13.03.2014 die Stadtkirche St. Laurentii in Itzehoe (Schleswig-Holstein) bei einem Gedenkgottesdienst für die Opfer einer schweren Explosion.

Itzehoe - Vier Menschen starben bei der verheerenden Explosion in Itzehoe am Montag, 15 wurden verletzt. Für die Opfer gab es am Donnerstag einen ökumenischen Gottesdienst. Die Explosionsursache steht nach einem Medienbericht nun offenbar fest.

Drei Tage nach der verheerenden Explosion in Itzehoe haben am Donnerstag etwa 500 Menschen in einer Trauerfeier der Opfer gedacht. Der Propst des Kirchenkreises, Thomas Bergemann, leitete den ökumenischen Gottesdienst, der mit dem Lacrimosa aus Mozarts Requiem begann. Die Trauerfeier stand unter dem Motto „Wie sollen wir es fassen“. Unterdessen ist die Ursache des Explosionsunglücks nach einem Medienbericht möglicherweise geklärt.

Gesprochen wurde in der Kirche wenig und wenn, dann leise. „Dieses ganze Leid ... es ist immer wieder furchtbar“, flüsterte ein Feuerwehrmann. „Lieber Ronny und Krishi, kann es nicht fassen, auf einmal seid ihr nicht mehr da“, hat jemand ins Kondolenzbuch geschrieben. Ein anderer nur ein einziges Wort: „Warum?“. Eine Frau reicht dem Pastor die Hand zur Begrüßung und sagt: „Ich bin froh, dass ich noch lebe“.

Um möglichst vielen Trauernden Platz zu geben, hatte die Gemeinde im Vorraum und in den Seitenschiffen der St. Laurentii-Kirche zusätzliche Stühle aufgestellt. Für die Landesregierung kam Staatssekretär Bernd Küpperbusch. Unter den Trauergästen war auch Itzehoes Bürgermeister Andreas Koeppen. In Gedenken an die Opfer waren am Donnerstag die Fahnen an den Gebäuden der Landesbehörden im Norden auf halbmast gesetzt worden.

Wie die „Kieler Nachrichten“ (Freitag) berichteten, war das Haus an der Schützenstraße noch mit alter Technik an die Gasleitung angeschlossen. Vieles deute darauf hin, dass es deshalb zu einem Gasleck gekommen sei.

Explosion in Itzehoer Mehrfamilienhaus

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Ein Bagger hatte am Montag in der Straße gearbeitet, Anwohner wollen Gas gerochen haben. Eine Dichtigkeitsprüfung der Itzehoer Stadtwerke habe ergeben, dass die Straßenleitung und die Anschlussleitung bis ins Haus in Ordnung ist. Die Energieversorger fügten allerdings erst seit etwa 30 Jahren in die Hausanschlussleitung eine Sollbruchstelle ein und befestigten das Rohr mit einem Maueranker an der Wand. „So etwas gab es an diesem Haus noch nicht“, sagte Manfred Tenfelde, Geschäftsführer der Stadtwerke, dem Blatt.

Wie die Zeitung weiter berichte, soll ein externer Experte ermittelt haben, dass Vibrationen eines Baggers auf der Straße oder eine Berührung der Straßenleitung mit der Baggerschaufel dazu geführt haben könnten, dass die Leitung im Haus am Hauptabsperrventil abriss. In diesem Fall habe das Gas in den Keller strömen und sich dort sammeln können. Die Betätigung eines Lichtschalters hätte das Gas dann zünden können, zitierte die Zeitung den Experten weiter.

Bei dem Unglück waren ein 58 Jahre alter Bauarbeiter und drei 36, 38 und 45 Jahre alte Hausbewohner ums Leben gekommen. Ein Baggerfahrer erlitt schwere Verletzungen. Sechs Häuser in der Umgebung sind unbewohnbar, rund 50 Bewohner können nicht nach Hause. Die meisten von ihnen wohnen bei Freunden und Bekannten.

dpa

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