Alkohol oder Medikamente?

Tödlicher Lkw-Crash: Rätsel um Ursache 

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Bei dem Unfall kam ein 72-Jähriger ums Leben, 18 Menschen wurden verletzt.

Sittensen - Die Gesundheit des Unfallfahrers und technische Mängel stehen nach dem tödlichen Lastwagenunfall auf einer Raststätte an der Autobahn 1 im Zentrum der Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Fahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. „Uns liegen Hinweise vor, dass gesundheitliche Probleme bei dem 72-Jährigen vorliegen könnten“, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp am Mittwoch. „Dem müssen wir nachgehen.“

Trümmerspuren zeigen, dass der 72-Jährige vermutlich schon beim Auffahren auf die Raststätte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Die Blutprobe soll klären, ob bei dem Unfall möglicherweise Alkohol oder Medikamente im Spiel waren. „Das ist eine reine Routinemaßnahme“, sagte van der Werp. Das Ergebnis wird erst in einigen Tagen vorliegen.

Die Polizei wird auch den Fahrtenschreiber des Lasters auswerten. Die Anklagebehörde hat einen externen Gutachter beauftragt, den Unfallhergang zu rekonstruieren. Außerdem soll er untersuchen, ob das Fahrzeug technische Mängel hatte.

Der 72-Jährige war am Dienstag mit seinem Sattelzug in die Raststätte Ostetal bei Sittensen zwischen Hamburg und Bremen gefahren. Ein ebenfalls 72-Jähriger aus Schleswig-Holstein kam dabei ums Leben, 18 Menschen wurden verletzt. Zunächst hatte die Polizei von 17 Verletzten gesprochen.

Laster kracht in Raststätte

Laster kracht in Raststätte

Die Ermittler hatten den Lasterfahrer aus dem Kreis Osnabrück nach dem Unfall nicht befragen können, weil er selbst schwer verletzt ins Krankenhaus kam. Sobald sein Gesundheitszustand es zulasse, werde die Polizei mit ihm sprechen, sagte van der Werp.

dpa

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