Gefährlicher Eingriff in Straßenverkehr

Tieffliegende Drohne knallt in Windschutzscheibe

Bochum-Wattenscheid - Eine tieffliegende Drohne ist einem Autofahrer an der A40 in die Windschutzscheibe geknallt.

Eine tieffliegende Drohne ist auf einer Autobahnabfahrt in Bochum mit einem Wagen kollidiert. Das Fluggerät mit einem Durchmesser von etwa 40 Zentimetern und vier Propellern prallte von der Windschutzscheibe ab. Der 47-jährige Fahrer hielt sofort an und fand die weiße Drohne flugunfähig mit heraushängenden Drähten hinter seinem Auto, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Der Zusammenstoß auf der A40 hatte sich bereits am späten Sonntagabend ereignet. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und sucht die Person, die das Fluggerät gesteuert hat.

Unfälle mit Drohnen könnten in Zukunft häufiger passieren, denn die neuartigen Fluggeräte werden immer populärer. Allein beim Regierungsbezirk Münster wurden im Jahr 2014 rund 220 Aufstiegserlaubnisse erteilt. Zwei Jahre zuvor waren es noch knapp 50.

Eine solche Erlaubnis braucht allerdings nur, wer eine Drohne zu gewerblichen Zwecken nutzen möchte. Als Hobby können sie auch ohne Erlaubnis in die Luft gehen, solange sie nicht schwerer sind als fünf Kilogramm. In allen Fällen dürfen die Fluggeräte laut Bezirksregierung aber nicht über bewohntes Gebiet oder über Straßen gesteuert werden. Verkehrsunfälle mit Drohnen sind der Bezirksregierung Münster trotz der zunehmenden Anzahl der Flieger bislang aber nicht bekanntgeworden.

dpa

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