Acht Jahre Haft gefordert

Streit um Rasenmäherlärm: Nachbar erschossen

Trier - Streit um Rasenmäherlärm: Ein 61-Jähriger soll in einer Kleingartenanlage seinen Nachbarn erschossen haben. Jetzt muss er siebeneinhalb Jahre in Haft.

Im Streit um Rasenmäherlärm hat ein Kleingärtner in einer Trierer Schrebergarten-Anlage seinen Nachbarn erschossen - jetzt muss der 61-Jährige wegen Totschlags siebeneinhalb Jahre in Haft, urteilte das Landgericht am Dienstag.

Die beiden Männer lagen seit Jahren im Clinch. Dabei ging es meistens um Lärm - vom Radio, von Rasenmähern oder von einer Säge. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft, die Verteidigung ein „angemessenes Urteil“ gefordert.

Die Witwe des bei einem Nachbarschaftsstreits erschossenen Mannes steht am Zaun ihres Grundstückes in Trier.

„Er hat sich eines Totschlags schuldig gemacht“, sagte Staatsanwalt Eric Samel am Dienstag. Zwischen den Männern herrschte seit Jahren ein Kleinkrieg über den Gartenzaun.

Der angeklagte Maurer hatte zu Prozessbeginn erklärt, dass er die Tat bereue. Er habe sich aber von dem 68-Jährigen bedroht gefühlt. „Es gab keine Notwehrlage“, sagte Samel.

dpa

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