Seit 11:11 Uhr

Helau und Alaaf! Die Jecken und Narren sind los

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Auf der Kölner Domplatte wird bereits gefeiert.

Köln/Mainz - Am Donnerstag um Punkt 11:11 Uhr hat überall in Deutschland der Fasching begonnen. Vor allem in Köln wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. So wird gefeiert:

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat am Donnerstag um 11.11 Uhr der Straßenkarneval begonnen. Trotz der Übergriffe der Silvesternacht in Köln und einer abstrakten Terrorgefahr wollen sich die Karnevalisten das Feiern nicht vermiesen lassen. Das närrische Treiben nahm wie gewohnt seinen Lauf: In Mainz versammelten sich um 11.11 Uhr Jecken rund um den Fastnachtsbrunnen in der Innenstadt. In Düsseldorf stürmten die Möhnen das Rathaus. In Köln zählte das Dreigestirn die letzten Sekunden bis 11.11 Uhr ab und eröffnete dann offiziell den Straßenkarneval.

Allein in Köln sind in diesem Jahr 2500 Polizisten unterwegs, dreimal so viele wie im vergangenen Jahr. Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hat die Stadt die tollen Tage zu einer Bewährungsprobe erklärt. Die Verantwortlichen wollen beweisen, dass man in Köln noch unbeschwert feiern kann. Erstmals öffnete um 11.11 Uhr auf der Domplatte ein „Security Point für Frauen“ mit professionellen Beraterinnen. Während der tollen Tage wurden in Köln zuletzt durchschnittlich etwa 50 sexuelle Übergriffe pro Jahr angezeigt, von der Nötigung bis zur Vergewaltigung.

Narren im Südwesten starten in die heiße Phase der Fastnacht

Bei nasskaltem Wetter sind viele Narren in Baden-Württemberg in die heiße Phase der Fastnacht gestartet. Vielerorts waren die Zünfte schon in aller Frühe am Donnerstag unterwegs, um mit lautem Krach die Menschen zu wecken. In Meersburg am Bodensee zogen die „Schnabelgiere“ schon um fünf Uhr mit lauter Musik durch die Gassen. Später übernehmen in den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht die Narren das Regiment: Sie „befreien“ Schulen und Kindergärten, stellen bunt geschmückte Narrenbäume auf und stürmen Rathäuser. Die Schlüssel erhalten die Bürgermeister erst am Aschermittwoch wieder - solange haben die Mäschgerle das Sagen.

Am Donnerstagabend stand in Stockach am Bodensee die traditionelle Sitzung des „Narrengerichts“ auf dem Programm. Vor den närrischen Richtern muss sich in diesem Jahr Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verantworten. Der „Schmotzige Dunschtig“ vier Tage vor Rosenmontag ist einer der Höhepunkte der Fastnacht im Südwesten. In vielen Orten haben Geschäfte und Behörden an diesem Tag geschlossen.

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dpa

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