Spezialtruppe Gebirgsjäger: Ihre Arbeit und ihr Einsatzgebiet

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Zur Ausrüstung gehören Hand-, Flächenfeuer- und Panzerabwehrwaffen sowie Fernmeldegeräte. Bei Bedarf werden Maultiere als Transportmittel eingesetzt.

Mittenwald - Der aktuelle Bundeswehrskandal hat seine Bühne in der Mittenwalder Kaserne für Gebirgsjäger. Was die Spezialtruppe auszeichnet und wo ihr Aufgabenbereich liegt, lesen Sie hier.

Für den Kampf in schwierigem Gelände unterhält die Bundeswehr eine Gebirgsjägertruppe. Die insgesamt rund 6500 Soldaten sind körperlich besonders fit, können klettern und skifahren.

Sie sind für den Einsatz unter extremen Witterungs- und Geländebedingungen ausgebildet und ausgerüstet. Als Einsatzgebiete kommen neben dem Gebirge auch Wüste und arktisches Gelände infrage.

Die Spezialtruppe ist in verschiedene Einheiten unterteilt. Standort des Brigadestabes ist Bad Reichenhall in Bayern. Dem Großverband sind sieben Bataillone an fünf bayerischen Standorten unterstellt. Zentrale Ausbildungseinrichtung ist die Gebirgs- und Winterkampfschule im bayerischen Mittenwald.

Die Soldaten müssen sich zu Fuß, auf Skiern oder mit Geländefahrzeugen in schwierigem Terrain behaupten. Zur Ausrüstung gehören Hand-, Flächenfeuer- und Panzerabwehrwaffen sowie Fernmeldegeräte. Bei Bedarf werden Maultiere als Transportmittel eingesetzt.

Mehrfach wurden die Spezialisten in Auslandseinsätze geschickt. So war das Gebirgsjägerbataillon 233 im Rahmen der internationalen Schutztruppe ISAF in Afghanistan und als Teil der Friedenstruppe KFOR im Kosovo. Zur Aufgabe der Soldaten gehört auch die Rettung aus Bergnot.

dpa

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