Schneechaos: Unfälle und lange Staus 

+
Zu unzähligen Glätte-Unfällen kam es am Samstagmorgen auf den Straßen.

Hamburg/ Frankfurt/München- Nach starken Schneefällen ist in weiten Teilen Deutschlands auf den Straßen der Winter zurück. Die Polizei in Hamburg zählte bis Samstagmorgen 130 Verkehrsunfälle. Zu langen Staus kam es nach Unfällen auf der A3 bei Würzburg. 

Bis zum frühen Morgen gab es nach Angaben der Polizei allein in Nordrhein-Westfalen 337 Unfälle wegen des Wetters, bei denen 45 Menschen verletzt wurden. Auf einigen Autobahnen stellten sich Lastwagen quer.

Die größten Behinderungen wegen glatter Fahrbahnen gab es auf der A3 bei Würzburg, wo sich die Fahrzeuge in Richtung Frankfurt auf einer Länge von 35 Kilometern stauten. In Gegenrichtung stockte der Verkehr auf 25 Kilometern.

Einen Sachschaden von 200.000 Euro verursachte am Freitagabend ein Massenunfall mit 14 Fahrzeugen auf schneeglatter Straße im westfälischen Halle. Wie die Polizei in Gütersloh mitteilte, rutschten die Wagen im Schneegestöber gegen Leitplanken oder in bereits verunglückte Fahrzeuge. Auch zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug waren an dem Unfall beteiligt. Mehrere Fahrzeuge erlitten Totalschaden, Menschen wurden nicht verletzt.

Lastwagen wegen Glätte von Mainbrücke gestürzt

Am Samstagmorgen ist in Winterhausen (Kreis Würzburg) ein LKW-Fahrer bei einem Unfall schwer verletzt worden. Beim Überqueren einer Mainbrücke hatte der Fahrer die Kontrolle über sein Gespann verloren und war von der Fahrbahn abgekommen, sagte ein Polizeisprecher in Würzburg. Anschließend stürzte der Laster samt Anhänger acht bis zehn Meter tief und prallte neben dem Main auf den Boden. Grund für den Unfall ist nach ersten Erkenntnissen die Straßenglätte.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Freitagabend vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen in Norddeutschland gewarnt. Die Meteorologen erwarteten für Samstag zunächst keine weiteren Niederschläge.

dapd/dpa

Kommentare