Erste Hinweise nach „Aktenzeichen XY“

Rätsel um Tod des Reemtsma-Entführers

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Wolfgang Koszics, der Entführer von Jan-Phillip Reemtsma im Jahr 1997.

Hamburg - War es Suizid oder Mord? Bei den Ermittlungen zum rätselhaften Tod des Reemtsma-Entführers Wolfgang Koszics setzt die Polizei auf Hinweise auf die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“.

Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ zum mysteriösen Tod von Reemtsma-Entführer Wolfgang Koszics hat die Hamburger Polizei erste interessante Hinweise zu dem Fall bekommen. Unter anderem hätten sich Personen gemeldet, die die Ermittler vor Jahren kontaktiert hatten und zu denen der Kontakt dann abgerissen war, teilte eine Sprecherin der Sendung am Mittwochabend mit. Kriminalhauptkommissar Christian Meinke vom Landeskriminalamt Hamburg betonte, dass Ermittlungen wie die im Fall Koszics Zeit bräuchten.

Koszics' Leiche war am 10. Februar 2014 im Meer vor der portugiesischen Algarve entdeckt worden. Erst ein Jahr später war dies bekanntgeworden. Die portugiesische Polizei geht nach Angaben der „Aktenzeichen XY“-Redaktion von einem Suizid aus. Das LKA Hamburg halte jedoch ein Tötungsdelikt für möglich. Vermutlich sei der 72-Jährige von einer Klippe gestürzt.

Bei dem Toten seien keine Papiere oder persönlichen Gegenstände gefunden worden. In seinem Blut wurden rund vier Promille Alkohol festgestellt, obwohl er nicht getrunken habe. Koszics hatte 15 Jahre im Gefängnis gesessen. In der Zeit hatte er nach LKA-Ermittlungen Morddrohungen erhalten. Koszics hatte zur Bande gehört, die 1996 den Hamburger Millionenerben Jan Philipp Reemtsma entführt hatte. Vom Großteil des Lösegelds fehlt bis heute jede Spur.

dpa

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