Plastiktüte mit Leichenteilen in Hamburg entdeckt

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Einen grausigen Fund hat ein Passant am Dienstagmittag im Hamburger Stadtteil Harburg gemacht. Im Gebüsch hinter einem Parkhaus entdeckte er eine Plastiktüte mit Leichenteilen.

Hamburg - Grausiger Fund in Hamburg: Ein Spaziergänger hat am Dienstag in einem Gebüsch eine Plastiktüte mit den Leichenteilen eines Mannes entdeckt.

Nur etwa 800 Meter entfernt, auf dem Bahnhofsvorplatz im Stadtteil Harburg, hatten Reinigungskräfte wenige Stunden zuvor einen lebensgefährlich verletzten Mann gefunden. Der 53-Jährige wohnt im niedersächsischen Buchholz mit einem drei Jahre jüngeren Mann zusammen, der seit Ende Mai vermisst wird. Ob es sich bei dem Toten um den Vermissten handelte, war zunächst noch unklar. Mitarbeiter des Reinigungspersonals am Harburger Bahnhof hatten den schwer verletzten Mann, einen ehemaligen Kollegen, gegen 05.30 Uhr in einem Gebüsch entdeckt. Er hatte Stichverletzungen am Hals und am Oberkörper. Trotz Notoperation schwebte er in Lebensgefahr. Wer den Mann niedergestochen hat, war zunächst unklar. Auch das Motiv blieb rätselhaft.

Bilder vom Fundort

Hamburg: Plastiktüte mit Leichenteilen entdeckt

Die Ermittler stellten Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras und weiteres Beweismaterial sicher - darunter ein Messer. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, muss erst geklärt werden. Noch während der Spurensicherung auf dem Bahnhofsvorplatz alarmierte ein Fußgänger die Polizei, weil er etwas entfernt die Leichenteile entdeckt hatte. Der Mann hatte in dem Gebüsch an einem Abhang beim Austreten die Plastiktüte bemerkt. Darin steckten weitere Tüten, in denen die Leichenteile eingewickelt waren. Leichenspürhunde und eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei suchten den Fundort ab. Mit Ergebnissen der kriminaltechnischen Untersuchungen rechneten die Ermittler nicht vor Mittwochnachmittag.

dpa

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