München: Anklage gegen brutale Schweizer Schüler

München - Die Münchner Staatsanwaltschaft will spätestens im November Anklage gegen drei gewalttätige Schweizer Schüler erheben.

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Die drei 16-Jährigen sollen vor fast sechs Wochen auf einer Klassenfahrt binnen einer halben Stunde fünf Menschen in der Münchner Innenstadt grundlos zusammengeschlagen haben, darunter einen körperbehinderten Mann. Derzeit würden noch verschiedene Gutachten erstellt, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler auf Anfrage.

“Wir gehen davon aus, dass die Gutachten bis Mitte Oktober der Staatsanwaltschaft vorliegen, so dass dann zeitnah Anklage erhoben werden kann.“ Dies könne entweder noch im Oktober oder im November der Fall sein.

Den Jugendlichen könnte dann vor einer Jugendkammer in München der Prozess gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft wirft den Schülern versuchten Mord in zwei Fällen vor. Das am schlimmsten verletzte Opfer, ein 46-jähriger Geschäftsmann aus Ratingen in Nordrhein-Westfalen, sowie ein Mazedonier waren mit Fußtritten gegen den Kopf traktiert worden.

Damit hätten die Täter den Tod der Opfer in Kauf genommen, argumentiert die Anklagebehörde. Bei den anderen drei Opfern - zwei weitere Mazedonier und ein bulgarischer Student - geht die Staatsanwaltschaft von gefährlicher Körperverletzung aus.

Die Schüler waren bisherigen Angaben zufolge bei den Überfällen alkoholisiert, hatten aber weniger als ein Promille Alkohol im Blut. Zudem hatten sie einen Joint geraucht.

dpa

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