Mord wegen Kinderpornos: Haftstrafe für 18-Jährigen

Hamburg - Für die Tötung seines Nachbarn wegen dessen Neigung zu Kinderpornografie muss ein 18-jähriger Hamburger für acht Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Das Landgericht Hamburg sprach den jungen Mann am Mittwoch des Mordes für schuldig, da sein Opfer arg- und wehrlos gewesen und die Tat heimtückisch und vorsätzlich geschehen sei.

Der Angeklagte hatte im Prozess gestanden, seinen Nachbarn mit mehreren Messerstichen getötet zu haben, nachdem dieser ihm Fotos von nackten Minderjährigen gezeigt habe.

Die Leiche des 48-jährigen Opfers war am 2. März auf einem Rasen in der Nähe eines Teichs im Hamburger Stadtteil Steilshoop von einer Anwohnerin gefunden worden. Der Angeklagte soll seinen geistig behinderten Nachbarn dorthin geführt haben, um ihn wegen dessen Neigung zur Kinderpornografie zur Rede zu stellen.

Als dieser erwiderte, dass er wegen seiner Behinderung ohnehin nicht belangt werden könne, habe er zugestochen und anschließend das Messer weggeworfen.

ap

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