Ehefrau getötet: Zweieinhalb Jahre Haft

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Der 75-jährige Rentner muss für über zwei Jahre in Haft.

Verden - Ein 75-jähriger Mann ist für den gewaltsamen Tod seiner Ehefrau vom Landgericht Verden zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft wegen Tötung auf Verlangen verurteilt worden.

Das Gericht folgte mit dem Urteil am Freitag der Auffassung der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft wegen Mordes gefordert. Der Vorsitzende Richter betonte, es lasse sich nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststellen, dass er seine Frau ermordet habe. Alle anderen Motive seien spekulativ.

Der Mann aus dem niedersächsischen Oyten erschoss Anfang Juni die 53-Jährige, mit der er kurz vor der Silberhochzeit stand. Ein anschließender Selbstmordversuch misslang. Der Angeklagte hatte die Tat vor Gericht gestanden, gab aber an, auf den ausdrücklichen Wunsch seiner Frau gehandelt zu haben. Diese habe wegen eines Geschwürs im Unterleib an starken Schmerzen gelitten. Er hatte sie morgens mit aufgesetztem Revolver auf dem Sofa liegend erschossen. Dass sie schlief und somit arg- und wehrlos war, stellte das Gericht nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft hatte als ein Motiv Verzweiflung über die persönliche finanzielle Situation des Angeklagten angeführt. Dies sah das Gericht nicht. Eine Insolvenz lag länger zurück, das Haus des Ehepaares war auf den Bruder der Frau übertragen worden und am Tattag habe nur ein Gesprächstermin bei der Bank wegen Rückzahlung von 15 000 Euro stattfinden sollen. Die Staatsanwaltschaft kündigte Revision an.

dpa

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