Stiftung Warentest urteilt

Mineralwasser hat manchmal nur Tafelwasserniveau

Berlin - Nach einem Test von 30 Mineralwassersorten kann die Stiftung Warentest nach eigenen Angaben nur jedes fünfte Wasser uneingeschränkt empfehlen. Dabei handelt es sich sowohl um Markenprodukte als auch um Eigenmarken des Handels.

Nicht immer ist ein natürliches, aus einer unterirdischen Quelle gewonnenes Mineralwasser so rein, wie es wünschenswert wäre. Bei einer Untersuchung von 30 Medium-Mineralwässern stellte die Stiftung Warentest bei 10 Produkten Verunreinigungen aus oberirdischen Schichten fest. Diese bedeuteten zwar kein Gesundheitsrisiko, führten aber dazu, dass sich das Mineralwasser nicht mehr von Trink-, Tafel- und Quellwasser unterscheide, bemängeln die Tester. Bei letzteren würden solche Verunreinigungen durchaus toleriert.

Nur sechs Wasser waren in dieser sowie in anderer Hinsicht einwandfrei. Laut der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 08/2014) sind das: Frische Brise für 24 und Vio für 51 Cent je Liter sowie die für je 13 Cent pro Liter erhältlichen Handels-Eigenmarken Kaufland/K-Classic (Mierbach Quelle), Lidl/Saskia aus Jessen und Wörth am Rhein sowie Rewe/ja! (Paulusquelle). Weder am Geschmack noch an der Kennzeichnung hatten die Tester etwas auszusetzen. Sie fanden außerdem keine Verunreinigungen wie künstliche Süßstoffe oder Abbauprodukte von Pestiziden und halten die Wasser auch für Immungeschwächte für geeignet.

dpa

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