Grausiger Fund am Ostersonntag

Leiche in Berliner Kirchenruine entdeckt

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In der Ruine einer Berliner Kirche wurde am Ostersonntag eine Leiche gefunden.

Berlin - Grausiger Fund am Ostersonntag: Hinter einer Backsteinmauer einer alten Berliner Kirchenruine wird ein Toter gefunden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.

Passanten haben am Ostersonntag in einer Kirchenruine mitten in Berlin einen Toten entdeckt. Ermittler gingen davon aus, dass der Mann umgebracht wurde. Die Leiche sei obduziert worden, die Identität aber noch unbekannt, sagte ein Polizei-Sprecher am Montag. Die genaue Todesursache wurde bislang nicht genannt. Der Körper des Opfers wies sehr schwere Verletzungen auf. Eine Mordkommission ermittelt.

Der Tote lag hinter einer der alten Backsteinmauern der Ruine, direkt neben einem schmiedeeisernen Tor. Zwei Passanten fanden die Leiche am Morgen gegen 6.20 Uhr auf dem Gelände der früheren Klosterkirche unweit des Alexanderplatzes.

Am Vormittag des Ostersonntags war das Gelände der einstigen Franziskaner-Kirche mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Mehrere Experten sicherten Spuren.

Nun sucht die Polizei öffentlich nach Zeugen. In dem Aufruf auf der Website der Behörde hieß es, wer am Samstagabend oder in der Nacht zum Sonntag auf oder nahe dem Gelände etwas Verdächtiges beobachtet hat, sollte sich melden.

In der Gegend waren am Osterwochenende viele Touristen unterwegs - schließlich liegt die Ruine mitten in der Stadt, direkt an der vielbefahrenen Grunerstraße. Gegenüber ist das Amtsgericht Mitte; der Fernsehturm ist nur wenige Gehminuten entfernt.

Nach Angaben der Stadt war die Klosterkirche früher das bedeutendste gotische Bauwerk Berlins. Demnach wurde die Backsteinkirche von 1250 an gebaut und gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Die Ruine blieb als Mahnmal stehen.

dpa

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