Schwere Krawalle bei Demonstration gegen Rechtsextreme

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Nach zunächst friedlichen Protesten gegen einen Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD ist es in Hamburg zu Ausschreitungen gekommen.

Hamburg - Nach zunächst friedlichen Protesten gegen einen Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD ist es am Freitag in Hamburg zu Ausschreitungen gekommen.

Gegendemonstranten griffen Polizisten mit Steinen und Flaschen an und errichteten Barrikaden in der Nähe des Versammlungsorts der Rechten im Stadtteil St. Georg. Ein Beamter gab nach Angaben von Polizeisprecher Ralf Meyer einen Warnschuss aus seiner Waffe ab, als eine Gruppe seinen Streifenwagen mit Steinen und einer Gehwegplatte angriff. Daraufhin seien die Angreifer geflüchtet, sagte Meyer der Deutschen Presseagentur dpa. “Es gab massive Angriffe auf Polizisten“, ergänzte Meyer.

Es habe mehrere Fest- und Ingewahrsamnahmen sowie offenbar auch Verletzte gegeben. Nach kurzer Zeit sei rund um den Aufmarschplatz der NPD aber wieder weitgehend Ruhe eingekehrt. Eine abschließende Bilanz des könne gegenwärtig noch nicht gezogen werden, betonte Meyer. Die Rechten hatten ihre Kundgebung gegen 21.30 Uhr wie geplant beendet. Vor den Ausschreitungen hatten mehr als 3500 Menschen weitgehend friedlich gegen die Kundgebung der Neonazis demonstriert, die gegen ein für morgen geplantes Straßenfest im Schanzenviertel protestieren wollten. Rund 1400 Polizisten waren im Einsatz.

dpa

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