Nach Veröffentlichung

Shitstorm gegen "Kot und Köter"-Magazin

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Der Journalist Wulf Beleites präsentiert am 9. April auf einer Hundewiese in Hamburg die erste Ausgabe seiner Zeitschrift "Kot & Köter". Die Ausgabe der Zeitschrift für Hundefeinde erschien am 11. April.

Hamburg -  Vor wenigen Tagen ist das erste Magazin für Hundehasser erschienen. Es soll Satire sein, doch bei dem Thema verstehen die wenigsten Spaß. Hundefreunde wehren sich im Internet.

Wer Wind sät, wird Sturm ernten: Der Journalist Wulf Beleites hat es mit seinem Satire-Magazin namens Kot und Köter ja auch provoziert. Im Internet wütet jetzt ein Shitstorm gegen ihn und sein Hundehasser-Blatt, das er am 11. April zum ersten Mal veröffentlichte. Die Hundefreunde nehmen das Magazin, aus dem sich der Journalist einen Spaß machte, bierernst. Viele User fühlen sich verletzt und haben Angst vor möglichen Giftköder-Attacken als Echo auf die Zeitschrift.

Petition gegen Hundehasser-Magazin

Auf change.org gibt es sogar eine Petition für die sofortige Einstellung des Magazins. "Der altersbedingt aussortierte Journalist Wulf Beleites hat mit 'Kot und Köter' eine Zeitschrift ins Leben gerufen, die sich laut Untertitel an Hundefeinde richtet. (...) Wer auf Konfrontation geht, darf sich nicht beschweren, wenn sie auch kommt. Drohungen hat er anscheinend erhalten. Vielleicht will er das aber auch, damit er endlich bemerkt wird", heißt es dort. Unterschrieben haben mittlerweile 750 Personen.

Streit und Schimpfwörter auf Facebook

Als Plattform für das Aufeinanderprallen der Hundehasser und -Liebhaber dient die  Facebookseite "Kot und Köter". Am 10. April ist die inoffizielle Fanseite online gegangen. Mittlerweile hat sie zwar relativ magere 214 Likes. Doch es geht rund auf dem Portal. Dort lassen zahlreiche Hundefreunde ihren Emotionen freien Lauf, nicht selten sind ihre Posts gespickt mit Schimpfwörtern. 

Die Betreiber der Seite Kot und Köter sticheln bereitwillig und in sarkastischem Ton zurück. Aber die Person hinter Kot und Köter macht auch gleich klar: "Herrn Beleites erreichen Sie hier nicht. Dies ist eine inoffizielle Fanseite der Zeitschrift, siehe Seiteninfo."

Eine explosive Mischung - wenn die beiden Parteien zusammentreffen, hört sich das dann ungefähr so an: "Ihr sch*** Hundehasser. Man sollte euch die vollgesch*** Hundewindel mitten in die Fr*** klatschen", schreibt beispielsweise Inom Semlliw. Darauf antwortet Kot und Köter: "Hallo liebe Moni. Warum das? Ich denke, hier sollte eher das Verursacherprinzip gelten. :-)"

Angst vor Giftködern

Viele User denken, dass die Hundehasser durch das Magazin in ihrer Abneigung bestärkt werden. Das schürt die Angst vor Giftködern. "Vielleicht mal überlegt, dass so ein m*** k*** Magazin zu Giftködern führen kann??", sorgt sich beispielsweise Steve Schiltz.  

Keine Stimmen mehr auf der offiziellen Homepage

Auf der offiziellen Website von Kot und Köter haben die Betreiber ihre Ecke mit Leserzuschriften schon seit 2013 nicht mehr aktualisiert, wie es scheint. Zuvor waren regelmäßig mit Vorliebe negative Kommentare veröffentlicht worden. Beleites sei beispielsweise "wegen seinem Äußeren und seiner Texte die absolute Unterkante der humanen Lebensform", schreibt ein User. Andere werfen auch hier wild mit Schimpfwörtern um sich.

Befürworter bei Twitter

Bei Twitter äußern sich dagegen einige Anhänger des Hefts. Georgias beispielsweise schreibt: "#KotundKöter, endlich eine Zeitschrift für uns Hundehasser." B()ris N()wa(k tut kund,  ein "Lebenszeitabo"zu wollen. Andere User posten Fotos, die sie in dem Magazin sehen wollen.

Nur wenige nehmen es ironisch

Auch auf merkur-online hat sich eine Diskussion entwickelt - dort scheiden sich ebenfalls die Geister. Hier gibt es sowohl Kommentare, die Beleites Recht geben, als auch welche, die ihn verteufeln. Einer der wenigen User, die das Thema ironisch nehmen, ist Nils. Er zieht ein beschwichtigendes Fazit: "Der will doch nur hassen."

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