Wärmerekordjahr 2014

Klimawandel: Wetterdienst will Städten helfen

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2014 war es weltweit und in Deutschland so warm wie nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Berlin - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) will kleine und mittelgroße Städte dabei unterstützen, sich auf die Klimaerwärmung besser einzustellen.

Der Wetterdienst stellte dazu am Dienstag in Berlin ein kostenloses Online-Portal zur Simulation des Stadtklimas vor, das den Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel helfen soll. Mit dem Programm können demnach die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen analysiert und verglichen werden.

"Städte als Lebensraum sind besonders verwundbar gegenüber den Folgen des Klimawandels", erklärte DWD-Vizepräsident Paul Becker. Das Problem sei, dass vor allem die Mittel- und Kleinstädte kaum über die notwendigen Klimauntersuchungen und Experten vor Ort verfügten. Mit der Stadtklimasimulation "Inkas" wolle der Wetterdienst Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Stellschrauben, um auf die höheren Temperaturen zu reagieren, sind laut DWD etwa der Erhalt und Ausbau von Grün- und Wasserflächen, die Begrünung von Fassaden und Dächern und die Verwendung klimagerechter Baumaterialien.

Das vergangene Jahr war dem Wetterdienst zufolge weltweit mit einer Mitteltemperatur von 14,57 Grad Celsius das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem fallen demnach 14 der 15 global wärmsten Jahre ins 21. Jahrhundert. Auch in Deutschland erreichte laut DWD im Jahr 2014 die Jahresmitteltemperatur mit 10,3 Grad einen Rekordwert. "Die vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass der Trend zu einem wärmeren Klima nicht nur global, sondern auch in Deutschland ungebrochen ist", erklärte DWD-Klimaexperte Thomas Deutschländer.

AFP

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