Kind in Hamburg an seltener Infektion gestorben

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Möglicherweise hatte sich der Junge in einem Spielhaus, einer öffentlichen Einrichtung, mit dem gefährlichen Erreger angesteckt.

Hamburg - Ein vierjähriger Junge aus Hamburg ist an einer Infektion mit den lebensgefährlichen EHEC-Keimen gestorben. Vier weitere Kinder aus dem Stadtteil haben sich infiziert.

Das teilte das Bezirksamt in Altona am Dienstag mit. Die Krankheit ist meldepflichtig. Der kleine Junge war bereits im Juli zu Tode gekommen. Möglicherweise hatte er sich, so wie drei andere Kinder auch, in einem Spielhaus, einer öffentlichen Einrichtung des Bezirksamtes, mit dem gefährlichen Erreger angesteckt. Der vierte Fall, ein erkrankter Säugling, wurde erst an diesem Dienstag den Behörden gemeldet.

Die Krankheit werde vor allem über tierische Lebensmittel übertragen. Das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) tritt häufig nach der Infektion mit einem bakteriellen Durchfallerreger auf, insbesondere eines Stamms des Darmbakteriums Escherichia coli. Erkrankte erleiden schwere Durchfälle, teils sterben die roten Blutkörperchen ab und die Nieren versagt.

Möglicherweise hätten sich die drei bis zehn Jahre alten Jungen bei einem gemeinsamen Ausflug auf einen Bauernhof oder an verunreinigtem Wasser im Planschbecken infiziert. Zwei Kinder, ein drei und ein vier Jahre alter Junge, werden nach Behördenangaben derzeit im Universitätsklinikum Eppendorf behandelt. Ein zehn Jahre alter Patient habe das Krankenhaus bereits verlassen. Über den Gesundheitszustand des Säuglings, der mit einen der Jungen verwandt ist, war zunächst nichts bekannt. Das Spielhaus wurde vorerst geschlossen.

dpa

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