Nach Strip-Show an Münchner Gymnasium

Gewagt, gefährlich, daneben: 7 Abistreiche, die keiner vergisst

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Stripper, Maschinengewehre, Massenpanik: Immer wieder kommt es zu heftigen Abistreichen. Nicht alle gehen so gut aus wie der Striptease im Münchner Luitpold-Gymnasium (li.).

Einen heißen Striptease haben sich die Abiturienten am Luitpold-Gymnasium in der Schulaula gegönnt. Es gibt noch mehr gewagte Abistreich-Ideen zum Schulabschluss. Wir stellen sie vor:

Zum Abschluss ihrer Schullaufbahn lassen es die Gymnasiasten beim Abistreich traditionell nochmal richtig krachen. Oft gibt es kreative, aber teilweise auch gewagte Aktionen - sowie wie am Münchner Luitpold-Gymnasium. Die Schüler hatten sich zum Abistreich eine Stripperin eingeladen (bei der tz gibt's Bilder). Es gibt noch mehr Beispiele von ausgefallenen Abistreichen - und solchen, die richtig gefährlich waren und sogar Großeinsätze der Polizei auslösten. Hier sind sieben Abistreiche, die keiner vergisst:

Stripperin in der Schulaula

Nackte Tatsachen: Eine professionelle Strip-Show beim Abistreich am Luitpold-Gymnasium München.

Als Stripperin Jarly (32) und Kollege Mike am Luitpold-Gymnasium in München die Hüllen fallen lassen, kreischen die Schüler vor Freude. Nackte Tatsachen in der Schulaula - sowas gibt's auch nicht alle Tage. Oder welcher Schüler kann behaupten, schon einmal in der Schulaula vor Publikum den Busen einer Stripperin ins Gesicht gedrückt bekommen zu haben? Der Direktor nimmt's zum Glück mit Humor, lässt die rund achtminütige Aktion durchgehen. Ältere Schüler stehen Schmiere, damit die jüngeren Schüler nichts mitbekommen. Drin auf der Bühne lässt Jarly alle Hüllen fallen - und zieht sogar ihren Tanga aus. "Ich hab zwar schon wirklich fast überall getanzt: auf Scheidungen, in einer Anwaltskanzlei", sagt die Abistreich-Stripperin Jarly im Gespräch mit der tz. Aber: "Einen Job in der Schule hatte ich tatsächlich noch nie." Lesen Sie hier das ganze Interview mit der Stripperin.

200 Abiturienten liefern sich Wasserbomben-Schlacht

Weniger einen Abistreich als einen Abi-Kampf gab's zuletzt in Köln: Die Abiturienten zweier rivalisierender Gymnasien gingen in der Kölner Innenstadt mit Wasserbomben aufeinander los. Das war im März. Zwei Jahre zuvor flogen bei einer Auseinandersetzung sogar Böller und Farbbeutel - die Rivalität und ein kleiner Schulkrieg hat dort offenbar Tradition. Damals entstand Sachschaden in Höhe von rund 40.000 Euro. 2014 gab es ebenfalls Ausschreitungen - die Polizei sprach 50 Platzverweise aus. Auch bei der Wasserbomben-Schlacht rückten die Beamten mehrfach aus, weil sich Anwohner vom Lärm gestört fühlten. Ein Sprecher sagte tagsdrauf aber gegenüber dem Spiegel: "Die Sache hatte zu keiner Zeit einen ernsthaften Charakter." Zu Straftaten sei es nicht gekommen, und es sei auch niemand verletzt worden. Alles also halb so wild, sondern ein großer Spaß.

Polonaise über den Rathausmarkt

Nicht nur die Schulaula, sondern gleich die ganze Stadt haben Abiturienten in Eckernförde (Schleswig-Holstein) in Beschlag genommen. Die Jungmannschule ist eines der größten Gymnasien im nördlichsten Bundesland Deutschlands. Traditionell ziehen die Schüler nach ihren Abiprüfungen mit Polizeibegleitung durch die Stadt. Mit Wasserpistolen bewaffnet, lautstarker Musik und bunten Kostümen machen die Abiturienten erst das Schulgelände unsicher - um dann in der Stadt mit viel Spaß richtig loszulegen.

Mit dem Unimog durch die Fußgängerzone

Wild zu geht's auch am Hölty-Gymnasium in Wunstdorf bei Hannover. Da zogen die Abiturienten unüberhörbar vom Pausenhof aus in die Fußgängerzone. Ihr Gefährt: Ein riesiger, orangefarbener Unimog.

Abiturienten stürmen Schule mit Maschinenpistolen

Dieses Waffenarsenal stellte die Polizei nach einem Abistreich sicher.

Eine irrsinnig geschmacklose - und gefährliche - Aktion haben sich Abiturienten in Aachen erlaubt. Neun Schüler stürmten im März die Schule - und zwar komplett vermummt und bewaffnet mit Pistolen und Maschinengewehren! Der Abistreich hatte ernste Folgen: Besorgte Zeugen alarmierten sofort die Polizei.
Die Einsatzkräfte zogen alle verfügbaren Streifenwagen zusammen und rückten aus! Kurze Zeit später entwaffneten sie die vermeintlichen Angreifer. Dieser makabere Streich hätte ganz böse ausgehen können. Die Polizei beschlagnahmte das Beweismaterial: Sturmhauben, Schutzkleidung und einen ganzen Tisch voller Waffen. Wie sich herausstellte, waren die Gewehre und Pistolen nicht echt, sie sahen offenbar aber täuschend echt aus, so die Bild. Das sichergestellte Waffenarsenal auf einem Tisch der Polizei glich dem Equipment einer Terror-Bande.

Schaumparty endet mit 200 Verletzten

Schüler der Altkönigschule in Kronberg (Hessen) nach dem misslungenen Abiturientenstreich zu Rettungsfahrzeugen geführt.

Ein dramatisches Ende nahm auch der Abistreich an einem Gymnasium im Hochtaunus. Das Abitur einer Schule in Kronberg (Hessen) mit insgesamt rund 1300 Schülern wollte kräftig feiern: Sie organisierten eine   Schaumparty auf einer großen Freifläche auf dem Schulgelände. Es dauerte nur wenige Sekunden, da tanzten hunderte Schüler im Schaum und sprangen darin herum.
Doch die fröhliche Stimmung kippt nach wenigen Augenblicken: Die Schüler klagen über Atembeschwerden, Übelkeit und Reizungen in Augen, Nase und Mund. Das berichtet der Spiegel. Der Streich endet mit dem Einsatz von mehreren Rettungshubschraubern, 50 Krankenwagen und 21 Feuerwehrfahrzeugen. 196 Schüler mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Möglicherweise hatten die Schüler ddas Schaumkonzentrat falsch mit Wasser gemischt. Die Polizei ermittelte.

Massenhysterie: Schüler dachten, sie seien betrunken

Kurios war die Entstehung einer Massenhysterie bei einem Abistreich in Hamburg: Knapp 50 Schüler bildeten sich plötzlich ein, krank zu sein. Dahinter steckt eine abgebrochene Party. Bei ihrem Abistreich erschienen die Abiturienten in Lack und Leder oder verkleidet als Zuhälter. Das Partymotto: "Porno". Einer der Teilnehmer fand scheinbar, dass zu so einer Party unbedingt Alkohol gehört - die Lehrer entdeckten eine leere Whiskeyflasche. Daraufhin wurde der Streich ohne Angabe von Gründen von der Schulleitung abgebrochen, schreibt der Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag. Das löste eine Panik aus: Auch Schüler der unteren Jahrgänge waren nämlich anwesend und hatten aus Fanta- und Colaflaschen der größeren Schüler getrunken. Plötzlich kursierte das Gerücht, die Fünft- bis Achtklässler hätten Hochprozentiges getrunken. Ein Junge klagte über Übelkeit, daraufhin wurden immer mehr Schüler krank. Am Ende stand ein Großeinsatz mit 50 Rettern und 30 Fahrzeugen. Rauschmittel hatten die Kinder aber keines im Blut.

Die schönsten Partystrände Europas

dor

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