Hausbewohner muss Luftaufnahme seines Gartens hinnehmen

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Hausbewohner müssen Luftaufnahmen ihres Grundstücks hinnehmen, wenn sie nicht zu detailliert sind.

München - Luftaufnahmen des privaten Gartens verletzen nicht die Rechte des Hausbewohners, solange sie nicht zu detailliert sind. Wird man nicht ausgespäht, muss man die Bilder hinnehmen.

Sind keine Personen oder persönlichen Gegenstände auf den Bildern zu erkennen, muss der Bewohner die Aufnahme und auch einen Verkauf der Fotos hinnehmen, wie das Amtsgericht München in einem am Montag veröffentlichten Urteil entschied. Grundsätzlich müsse zwar niemand akzeptieren, dass sein Grundstück ausgespäht werde. Sei der Eingriff in die Privatsphäre aber sehr gering, müsse er toleriert werden.

Im konkreten Fall hatte ein Hausbesitzer gegen den Verkäufer eines Luftbildes geklagt, auf dem neben anderen Gebäuden auch sein Haus und Garten zu sehen waren. Personen waren auf dem Bild nicht zu sehen, auch keine persönlichen Gegenstände erkennbar. Der Mann sah dennoch seine Persönlichkeitsrechte sowie den Datenschutz verletzt und klagte.

Das Amtsgericht gab dem Verkäufer des Bildes Recht. Der Eingriff in die Privatsphäre sei so gering, dass die Interessen des Verkäufers überwögen, entschied das Gericht. Da weder Adresse noch Name des Besitzers erkennbar waren, habe das Foto auch nicht gegen den Datenschutz verstoßen. Das Urteil vom 19. August 2009 ist rechtskräftig. (Aktenzeichen 161 C 3130/09)

AP

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