Gewitter, Sturm und Hagel: Tote und Verletzte

Unwetter mit starken Regenfällen, Hagel und Gewitter haben vom späten Freitagabend an in zahlreichen Bundesländern für chaotische Zustände gesorgt.

Berlin - Unwetter mit starken Regenfällen, Hagel und Gewitter haben vom späten Freitagabend an in zahlreichen Bundesländern für chaotische Zustände gesorgt. In Brandenburg kam ein Mann ums Leben.

Ein Baum stürzte auf sein Zelt und erschlug den Camper. In Nordrhein-Westfalen standen zahlreiche Keller, Garagen und Straßen unter Wasser. In Bottrop musste die Polizei eine voll gelaufene Unterführung sperren. Zum Teil stand das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch auf den Straßen. Vielerorts wurden Bäume durch Sturmböen entwurzelt. In Münster blockierte ein umgestürzter Baum eine Bahnstrecke für den Güterverkehr.

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In Duisburg wurde ein Autofahrer leicht verletzt, als ein Baum auf das fahrende Fahrzeug stürzte. Vor allem im Ruhrgebiet und im Norden Nordrhein-Westfalens waren Polizei und Feuerwehr stellenweise im Dauereinsatz. In Bayern zerschlugen tennisballgroße Hagelkörner die Scheiben fahrender Autos, Verletzte gab es aber nach Polizeiangaben nicht. Im oberbayrischen Landkreis Weilheim-Schongau wurde das Dach eines Hauses durch den Hagel nahezu komplett zerstört. Der Wetterdienst Meteomedia in Bochum registrierte Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 107 Stundenkilometern.

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Mancherorts fielen innerhalb kurzer Zeit rund 30 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. “Es gab einige kräftigere Gewitterzellen, die aber immer nur lokal begrenzt für Unwetter gesorgt haben“, sagte Jürgen Weiß von Meteomedia. In Österreich saßen deutsche Urlauber in brütender Hitze im Mega- Stau. Bereits am Samstagvormittag bildeten sich auf der Transitstrecke Tauernautobahn vor dem Tauerntunnel rund 24 Kilometer Stau, berichtete der Verkehrsclub ÖAMTC. Die Menschen mussten in ihren Autos vier bis fünf Stunden bei Temperaturen weit über 30 Grad ausharren. Für den Sonntag gaben die Wetterexperten vorerst Entwarnung. Die Gewitter ziehen Richtung Osten davon. Dort kann nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach noch einmal schwül- warme Sommerluft auf eine Kaltfront prallen.

Wo dies passiert, kracht und regnet es. Über allen anderen Regionen scheint am Sonntag wieder die Sonne. Die Temperaturen werden recht angenehm: An den Alpen und im Norden wird es bis zu 25 Grad warm, im Süden zeigt das Thermometer bis zu 28 Grad an. Erst zu Beginn der Woche sei wieder mit Temperaturen über 30 Grad zu rechnen. Dann steigt auch die Gefahr von Hitzegewittern.

dpa

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