Nach Germanwings-Katastrophe

Schüler aus Haltern fliegen wieder nach Spanien

+
Am Dienstag hob der Flieger mit den Schülern Richtung Barcelona ab. Auf dem Rückflug sollen sie in Köln landen, statt in Düsseldorf.

Düsseldorf - Vor einem Jahr kam es zu der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen. Nun will die Schule erneut nach Barcelona zum Schüleraustausch fliegen - mit Germanwings.

Knapp ein Jahr nach dem Germanwings-Absturz ist am Dienstag eine Schülergruppe des Joseph-König-Gymnasiums aus Haltern zum Austausch Richtung Barcelona aufgebrochen. Bei dem Absturz am 24. März 2015 waren 16 Schüler und 2 Lehrerinnen der Schule in Nordrhein-Westfalen auf dem Rückflug von einem Schüleraustausch tödlich verunglückt. Die Katastrophe hat die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium in Haltern und einer Schule bei Barcelona noch verstärkt.

23 Schüler, zwei Lehrer und der Schulleiter hoben am Morgen in Düsseldorf mit einer Germanwings-Maschine Richtung Spanien ab. Ziel ist die Partnerschule im etwa 40 Kilometer entfernten Llinars del Vallès bei Barcelona. Schulleiter Ulrich Wessel begleitet die Gruppe für drei Tage. Die Schüler fliegen auch auf dem Rückweg mit der Fluggesellschaft Germanwings. Auf dem Rückflug am 15. März will die Gruppe in Köln/Bonn landen, um Parallelen zum Unglücksflug zu vermeiden. Ziel war damals Düsseldorf.

Bei der Katastrophe hatte der psychisch kranke Copilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht. Alle 150 Menschen an Bord starben. „Diese Katastrophe hat das Band zwischen den Schulen verstärkt. Es wäre das völlig falsche Signal gewesen, diesen Austausch jetzt aufzugeben“, sagte Wessel in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Germanwings-Absturz: Chronologie der Ereignisse

Germanwings-Absturzort wieder frei zugänglich

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare