Gerichtsprozess: Mann soll Nachbarn erstochen haben

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Mit einem Messer soll der 33-Jährige seinen Zimmernachbarn erstochen haben.

Hamburg - Ein 33 Jahre alter Mann steht in Hamburg vor Gericht, weil seinen Zimmernachbarn erstochen haben soll. Es gibt sogar einen Augenzeugen: der zehnjährige Neffe des Opfers.

Auslöser für die Tat war nach Aussage des Angeklagten vom Dienstag ein Streit über Briefe und Postsendungen, die ihm das Opfer mit Verspätung ausgehändigt hatte. Der Angeklagte soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Gegenwart des zehnjährigen Neffen des Opfers mit einem Steakmesser dreimal auf seinen Mitbewohner eingestochen haben.

Er ist wegen Totschlag angeklagt. “Es gab recht regelmäßig Streit über das Zusammenleben“, sagte der Angeklagte am ersten Verhandlungstag. Am 3. August des vergangenen Jahres sei ein solcher Streit aber eskaliert, als der zu dieser Zeit arbeitslose Mann mehrere Flaschen Bier und Wein getrunken und zudem eine hohe Dosis Antidepressiva eingenommen habe.

Der 33-Jährige gab an, sich zuvor am frühen Abend drei Schnitzel in der Küche gebraten zu haben und mit dem Besteck in der Hand mit seinem späteren Opfer über die Post gestritten zu haben. Das zehnjährige Kind habe diese Auseinandersetzung mitbekommen.

Zwei Einstiche im Hals, einer im Rumpf

Im Flur der Wohnung in Hamburger Stadtteil Eppendorf kam es dann nach Aussage des Angeklagten zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung.

“Er hat mir mit der Faust ins Gesicht geschlagen“, sagte der Mann. In Panik habe er daraufhin mit dem Steakmesser auf seinen Mitbewohner eingestochen, laut Obduktionsbericht zweimal in den Hals und einmal in den Rumpf. Das Opfer flüchtete in den Treppenaufgang des Wohnhauses und verblutet im Hausausgang. Den Notarzt hatte der Angeklagte benachrichtigt. Das Urteil wird für Anfang Februar erwartet.

dapd

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