Wochenlange Schikanen

Vor Gericht: Männer quälten Opfer bis zum Tod

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Einer der Angeklagten vor dem Landgericht Ulm.

Ulm - Sie sollen einen 33-Jährigen mit wochenlangen Schikanen in den Tod getrieben haben: Drei junge Männer müssen sich deswegen vor dem Landgericht Ulm verantworten.

Sie sollen einen Mann gequält und misshandelt haben, bis sich ihr Opfer vor Verzweiflung das Leben nahm. Vor dem Landgericht Ulm müssen sich seit Mittwoch drei junge Männer verantworten, die laut Anklage einen 33-Jährigen mit wochenlangen Schikanen in den Tod getrieben haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Körperverletzung mit Todesfolge vor. Auch wegen knapp 20 weiteren Taten müssen sie sich verantworten. Monatelang sollen sie im schwäbischen Schelklingen Menschen attackiert und bedroht haben.

Die mutmaßlichen, 23 und 27 Jahre alten Täter und das Opfer waren einmal Freunde, doch dann kam es zum Streit. Das Opfer sei immer wieder angegriffen und bedroht worden. Im September 2013 sperrten die Täter den schon völlig verzweifelten Mann laut Anklage in einen Keller, fesselten und quälten ihn brutal. Nach einer Drohung, seine Kinder umzubringen, habe das Opfer allen Lebensmut verloren, warf sich vor einen Zug und starb. Dass so etwas passieren könnte, hätten die Angeklagten in Kauf genommen, sagte der Staatsanwalt. Ein Urteil wird im September erwartet.

dpa

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