Gen-Leinsamen: In fast allen Bundesländern verkauft 

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Mittlerweile ist in fast allen Bundesländern gentechnisch veränderter Leinsamen gefunden worden.

Mainz - Mittlerweile ist in fast allen Bundesländern gentechnisch veränderter Leinsamen gefunden worden. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Verbraucherministeriums wurden in 15 Bundesländern die Backmischungen mit dem Gen-Leinsamen entdeckt.

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Die Ware sei auch im Ausland vertrieben worden. Der hessische Hersteller habe selbst Kontrolluntersuchungen veranlasst und einen Rückruf veranlasst. Eine akute Gesundheitsgefahr bestehe nicht. In Rheinland-Pfalz haben den Angaben zufolge 17 Betriebe, größtenteils Bäckereien und einige Bäckereibedarfshändler, die Backmischungen erhalten. Die Kontrollen anderer Firmen dauerten an, erklärte das Ministerium. Auch die Unternehmen seien aufgefordert, ihre Eigenkontrollen zu überprüfen und zu verstärken. Das hessische Umweltministerium erklärte, das betroffene Unternehmen habe die Rückrufaktion in eigener Verantwortung gestartet. Die Landesregierung habe am Dienstagabend die Bundesländer über diesen Vorgang per Schnellwarnsystem informiert. Das hessische Landeslabor habe 22 Proben genommen, dessen Ergebnisse aber noch nicht vorlägen. Nach der baden-württembergischen Landesregierung hatte auch die Umweltorganisation Greenpeace am Freitag Funde von gentechnisch verändertem Leinsamen gemeldet. Die Umweltorganisation wurde nach eigenen Angaben bei Testkäufen von Brötchen, Müsli und Backmischungen fündig. Der vermutlich aus Kanada stammende Leinsamen ist in der EU nicht zugelassen.

ap

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