Experten spekulieren über Todesursache von Elch "Knutschi"

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Elch "Knutschi" noch am 28. September.

Reinhardshagen - Der Tod von Elch "Knutschi" in Hessen hat eine Expertendebatte über dessen Ursache ausgelöst. "Das Spektrum reicht von Schüssen über Gift bis hin zu Stress", so ein Ministeriumssprecher.

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Zudem mutmaßte unter anderem der Kasseler Wildbiologe Jochen Tamm laut Hessischem Rundfunk (hr), dass der Stress bei der Einfangaktion am Montag zu viel für das mächtige Tier gewesen sein könnte. Der Leiter des Forstamts Reinhardshagen, Norbert Teuwsen, sagte dem hr, dass sich das Tier auf dem Viehtransporter “ziemlich energisch“ bewegt habe. “Vielleicht hat es sich dabei verletzt.“ Der am Freitag im Wald gefundene Kadaver habe aber keine offensichtlichen äußeren Verletzungen aufgewiesen.

Der rund zwei Meter große und 400 Kilogramm schwere Elchbulle soll nächste Woche in der Tierklinik Gießen obduziert werden. Dabei soll auch geklärt werden, wann das Tier gestorben ist. Die Ergebnisse sollen nach Ministeriumsangaben Ende nächster Woche veröffentlicht werden.

Weiterhin soll überprüft werden, ob der an “Knutschi“ angebrachte Ortungssender defekt gewesen sei. Nach Angaben von Teuwsen hatten Mitarbeiter des Forstamts bereits am Donnerstag nach dem Tier gesucht, es am angegebenen Ort jedoch nicht gefunden.

dpa

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