Entführungsfall: Ermittler geben nicht auf

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Knapp zwei Wochen nach der Entführung einer Bankiers-Ehefrau in Heidenheim suchen die Ermittler weiter nach einer heißen Spur. Von Maria Bögerl fehlt ein Lebenszeichen.

Heidenheim - Obwohl von der entführten Bankiersfrau Maria Bögerl seit mehr als zwei Wochen jedes Lebenszeichen fehlt, glauben die Ermittler weiter daran, den Fall aufzuklären.

Sie seien “zuversichtlich, dass es gelingen wird, das entscheidende Mosaiksteinchen zu finden, das zu den Tätern oder dem Täter führen wird“, erklärten die Behörden am Freitag. Sie baten um Verständnis, dass es “zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertretbar ist, der Öffentlichkeit Details zu Spuren oder weiteren Einzelheiten zum Tatablauf bekanntzugeben“.

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Die rund 80 Ermittler der Sonderkommission “Flagge“ aus dem ganzen Regierungsbezirk Stuttgart überprüften mit Hochdruck die inzwischen nahezu 1.800 Hinweise, erklärte die Kripo. Schwierig und aufwendig gestalte sich immer noch die Arbeit der Kriminaltechniker. In der Wohnung, am Auto der Entführten und an ihrem Mobiltelefon seien zahlreiche Spuren gesichert worden. Der Leitende Polizeidirektor Volker Lück bestätigte Medienberichte: “Natürlich sind am Tag der Entführung auch Unterstützungskräfte der Polizei in der gebotenen Eile mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Heidenheim gefahren.“ Diese hätten ihr Sondersignal aber rechtzeitig vor dem Einsatzort abgeschaltet beziehungsweise demontiert. In Berichten war spekuliert worden, dass das Polizeiaufgebot den oder die Täter möglicherweise verschreckt haben könnte.

Maria Bögerl.

Die 54-jährige Frau des Sparkassendirektors Thomas Bögerl war am Mittwoch, 12. Mai, in den Morgenstunden im Heidenheimer Stadtteil Schnaitheim im eigenen Auto entführt worden. Den Wagen fanden Passanten am 14. Mai auf dem Parkplatz des Klosters Neresheim. Ein Täter, der am Mittwoch, 12. Mai, um 11.20 Uhr bei dem Sparkassenchef anrief, forderte nach Medienberichten ein Lösegeld von 300.000 Euro. Die Familie deponierte das Geld in einem schwarzen Müllsack wie gefordert an der Autobahn 7 und markierte die Stelle mit einer Deutschland-Flagge. Das Geld wurde aber nicht abgeholt.

dapd

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