Blütenregen: Falschgeld in Umlauf

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Außerordentlich gut gefälschte 20-Euro-Scheine in Umlauf.

Offenbach - Die Polizei warnt vor außerordentlich gut gefälschten 20-Euro-Scheinen. Die Fälscher hatten gute Geräte und viel Know-How. Wie sie trotzdem erkennen, ob ihr Schein echt ist, lesen Sie hier.

Blütenregen in Südhessen: Über 50 gefälschte 20-Euro-Scheine sind seit Beginn dieser Woche in Offenbach und Umgebung aufgetaucht. Das Falschgeld sei “sehr gut gemacht“, berichtete ein Sprecher der Offenbacher Polizei am Donnerstag. Zu erkennen sind die Blüten unter anderem am Wasserzeichen auf der Vorderseite. Es ist nur aufgedruckt und deswegen ständig sichtbar. Bei den Originalen kommen die Zeichen nur zum Vorschein, wenn das Geld gegen Licht gehalten wird. Auf der Rückseite der gefälschten Scheine fehlt der Perlglanzstreifen. Solche “absoluten Top-Falsifikate“ könne man nicht auf einem Kopierer herstellen, sondern sie müssten gedruckt werden, berichtete die Polizei. Dafür brauche man sehr viele Einzelkenntnisse - vom richtigen Papier über die Farbherstellung bis zur Drucktechnik.

Dieses Wissen könne kaum ein Mensch alleine haben. Deshalb gehen die Ermittler davon aus, dass eine professionelle Bande hinter der Herstellung und Verbreitung der falschen Geldscheine steckt. Die Polizei warnte Kunden und Geschäftsleute vor den Blüten. Sie waren in Banken aufgefallen, als Einzelhändler sie nichtsahnend eingereicht hatten. Nachdem die Scheine zunächst nur in Offenbach aufgefallen waren, seien jüngst auch Fälle in Neu-Isenburg, Mühlheim und Dietzenbach gemeldet worden. Zur Herkunft des Falschgeldes hat die Polizei noch keine Anhaltspunkte. “Das muss nicht hier hergestellt worden sein, das kann auch aus dem Ausland stammen“, sagte der Polizeisprecher.

dpa

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