Berliner "Kanzler-U-Bahn" erstmals mit Fahrgästen

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Für Klaus Wowereit ist die neue Linie eine "U-Bahn der Einheit".

Berlin - Im Berliner Untergrund rollt die “Kanzler-U-Bahn“ nun zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor. Ein Sonderzug eröffnete den Verkehr auf der 1,8 Kilometer langen Strecke.

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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nannte die neue Linie U 55 eine “U-Bahn der Einheit“. “Ohne den Fall der Mauer und den Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin wäre sie nicht gebaut worden“, sagte der SPD- Politiker bei der Abfahrt.

Der erste reguläre Zug soll um 11.05 Uhr auf die Strecke gehen. Der Bau von Deutschlands kürzester und teuerster U-Bahn-Linie dauerte 14 Jahre und kostete 320 Millionen Euro. Für die Strecke mit den Stationen Hauptbahnhof, Bundestag und Brandenburger Tor brauchen die gelben Waggons nur knapp drei Minuten.

Am Eröffnungstag dürfen die Fahrgäste nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die neue U 55 kostenlos nutzen. Die BVG rechnet mit einem großen Ansturm von Berlinern und Touristen. Die Hauptstadt hat mit 146 Kilometern Strecke das größte U-Bahn-Netz Deutschlands.

dpa

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