Luca nicht mehr auf Platz eins

Das sind die beliebtesten Vornamen

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Einen Namen für sein Kind zu finden ist nicht leicht. Im vergangenen Jahr haben sich die meisten Eltern für Sophie/Sofie und Maximilian entschieden.

Berlin - Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat wieder die beliebtesten Vornamen in Deutschland ermittelt. Luca war im vergangenen Jahr bei Eltern besonders beliebt, wurde nun aber von Platz eins verdrängt.

Sophie und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen in Deutschland - doch im Kindergarten dürften demnächst trotzdem Mia und Ben häufiger zu hören sein. Denn die seit Jahren beliebten Spitzenreiter Sophie und Maximilian werden oft als Zweitname vergeben, während bei den Erstnamen andere Namen vorne liegen, wie eine am Donnerstag von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden veröffentlichte Untersuchung ergab.

Unter den zehn beliebtesten Vornamen - ohne Berücksichtigung von Erst- und Zweitnamen - gab es auch im vergangenen Jahr kaum Veränderungen. Bei den Mädchen bildeten Sophie/Sofie und Marie erneut das Spitzenduo, gefolgt von Sophia/Sofia (2012: Platz vier) und Maria (2012: Platz drei). Bei den Jungen bildeten Maximilian (2012: Platz zwei), Alexander (2012: Platz drei) und Paul (2012: Platz vier) das Spitzentrio. Vorjahressieger Luca/Luka landete im Jahr 2013 auf Rang vier.

Erst- und Zweitnamen

Doch die Sprachforscher wollten die Rangliste dieses Mal nicht so stehen lassen. Sie habe sich gefragt, warum sich nichts an der Häufigkeit ändere, sagte GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. Also bat sie die Standesämter, Angaben zu Erst- und Zweitnamen zu machen. Ein Teil der Behörden folgte der Bitte, so dass die Sprachforscher erstmals detaillierter auf die Namenswahl schauen konnten.

Das Ergebnis zeigte, dass manche Namen in der Statistik oben stehen, weil sie oft als Zweitname verwendet werden. Bei den Mädchen galt dies vor allem für Sophie/Sofie, Marie und Maria, bei den Jungen für Alexander, Maximilian und Elias. Die tendenziell beliebtesten Erstnamen sind dagegen Mia, Emma und Hanna/Hannah sowie Ben, Paul und Luca/Luka bei den Jungen.

Für die Gesamtliste, in der nicht zwischen Erst- und Zweitnamen unterschieden wird, werteten die Sprachforscher rund 876.000 von den Standesämtern gemeldete Einzelnamen aus. So wurden laut GfdS die Namen von knapp 90 Prozent aller im vergangenen Jahr in Deutschland geborenen Kinder erfasst, die über 57.000 unterschiedliche Namen erhielten.

In die Top Ten schafften es dabei bei den Mädchen erneut Mia, Emma, Hannah/Hanna und Anna. Sie landeten wie im Vorjahr auf den Rängen fünf bis acht. Neu unter den zehn beliebtesten Vornamen war auf Platz neun Emilia (2012: Rang elf), Johanna rutschte um einen Platz auf Rang zehn ab. Bei den Jungen lag auf Platz fünf wie im Vorjahr Ben, danach folgten Luis/Louis (2012: Platz neun), Elias (2012: Platz acht), Leon (2012: Platz sechs) und Lukas/Lucas (unverändert). Unter die Top Ten schaffte es im Jahr 2013 auf Rang zehn auch Noah (2012: Platz 13).

Superman & Hummer: Diese Vornamen sind nicht erlaubt

Manche Eltern wollen für ihre Kinder allerdings einen ganzen besonderen Namen - bisweilen zu besonders. So lehnten die Behörden laut GfdS-Geschäftsführerin Ewels etwa die Vornamen Superman, Danger, Hummer und Maybe ab. "Bei der Entscheidung steht das Kindeswohl an erster Stelle, damit die Kinder später nicht gehänselt werden", erklärte Ewels die Ablehnung. Zugelassen wurde dagegen eine Kultfigur der Star-Wars-Reihe: Irgendwo in Deutschland heißt ein Kind Yoda.

AFP

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