Albertville-Realschule will Modellschule werden

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Die Schüler der Albertville-Realschule wünschen sich einen normalen Schulalltag.

Bad Boll - Die vom Amoklauf in Winnenden betroffene Albertville-Realschule will eine Modellschule werden und das Selbstwertgefühl der Schüler stärken.

“In erster Linie wollen wir unsere Schule wieder aufbauen, aber wir wollen auch eine Reformschule werden, die anderen Schulen den Weg weist“, sagte die stellvertretende Rektorin Christine Forster am Dienstag bei einer Tagung in Bad Boll (Kreis Göppingen). Ziel sei, aus einer sinnlosen Tat etwas Sinnhaftes entstehen zu lassen.

Die Schule solle neu gestaltet und künftig als Lebensraum verstanden werden. Schon jetzt seien etwa die Förderangebote in Englisch, Mathe und Deutsch verstärkt worden. Außerdem gebe es mehr Arbeitsgemeinschaften wie Kochen oder Tanzen. So solle das Selbstwertgefühl der Schüler gestärkt werde.

Bei dem Massaker am 11. März hatte ein 17-jähriger Schüler mit einer großkalibrigen Pistole in Winnenden und Wendlingen (Kreis Esslingen) 15 Menschen erschossen, bevor er sich selbst richtete.

Die Schüler der Albertville-Realschule träumen vor allem davon, “dass alles wieder so wird wie früher“. “Wir wünschen uns, dass wir normal in die Schule gehen können“, sagte eine Schülerin. Vertreterinnen der Schüler-Mitverantwortung forderten vor allem kleinere Klassen.

dpa

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