Ehrliche Finder

200.000 Euro versteckt? "Geldregen" in Meck-Pomm

Mirow - Ungewöhnlicher „Geldregen“ in Mecklenburg-Vorpommern: Von einem Baum in der Kleinstadt Mirow flatterten 50-Euro-Scheine herab. Ein Mann stellt dazu eine irre Behauptung auf.

Verdutzte Spaziergänger bemerkten am vergangenen Samstag zufällig den "Schatz", der da am Boden eines Campingplatzes lag. Sie sammelten die Scheine aber nicht ein, um damit zu verschwinden, sondern informierten die Polizei. Dem Sender NDR 1 Radio MV zufolge wurde die freiwillige Feuerwehr zu Hilfe gerufen.

Die Einsatzkräfte entdeckten in der Baumkrone in etwa 13 Metern Höhe eine Einkaufstasche, die an einem Plastikrohr zwischen zwei Ästen aufgehängt war. Aus ihr war das Geld, insgesamt 200.000 Euro, herausgefallen. Der Bürgermeister der Stadt erklärte laut dem NDR im Interview, durch die Hitze am Wochenende habe sich das Rohr dann verformt und geöffnet.

Inzwischen habe sich bei der Polizei der Besitzer des Geländes gemeldet. Er will das Geld dort vor seiner eigenen Frau versteckt haben. Dies müsse er nun allerdings nachweisen, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag.

Doch damit nicht genug: Das Wohnhaus des angeblichen Eigentümers des Geldes hatte am Morgen gebrannt. Es entstand ein Schaden von 150.000 Euro. Einen möglichen Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen wollte die Polizei nicht kommentieren.

Den ehrlichen Findern steht ein Finderlohn von mindestens fünf Prozent zu. Sicher ist: Die Scheine sind echt.

dpa/AFP/hn

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