Sie kämpfte gegen IS

In Syrien getötete Duisburgerin: Staatsanwalt ermittelt

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Das Foto zeigt die Flagge des Islamischen Staats (IS) im Osten Syriens.

Duisburg - Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat den Leichnam der 19-jährigen Deutschen beschlagnahmt, die am vergangenen Wochenende in Syrien getötet worden ist.

Wegen des Todes der jungen Duisburgerin ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen Unbekannt, wie eine Sprecherin der Behörde am Freitag weiter mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen erlitt die 19-Jährige demnach zwei Schussverletzungen, von denen eine tödlich war. Die junge Frau hatte in Syrien an der Seite kurdischer Truppen gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) gekämpft.

Die Leiche der Frau war über die Türkei nach Deutschland gebracht worden. Das Ermittlungsverfahrens sei eingeleitet worden, weil das deutsche Strafrecht auch bei der Tötung deutscher Staatsangehöriger im Ausland Anwendung finde, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Strafverfolgungsbehörde werde nach Vorliegen des endgültigen Obduktionsergebnisses "weitere Ermittlungsschritte zur Aufklärung der Todesumstände prüfen".

Die Frau war in einer Schlacht um die Stadt Tall Tamer in der Provinz Hassaka in Nordostsyrien umgekommen. In der nordöstlichen Provinz an den Grenzen zur Türkei und zum Irak hatte der IS zuletzt mehrere Öl- und Gasfelder erobert.

Auf Seiten der kurdischen Volksbefreiungseinheiten kämpfen in Syrien etwa 7000 Frauen, was einem Anteil von rund 35 Prozent entspricht. Den kurdischen Kampfgruppen und anderen Milizen, die den IS bekämpfen, schlossen sich inzwischen einige Dutzend westliche Kämpfer an. Die Dschihadistenorganisation wird hingegen von tausenden Kämpfern aus dem Westen unterstützt.

AFP

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