Tiger, Tricks und Drama

Siegfried Fischbacher wird 75

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Siegfried Fischbacher (l., mit Roy Horn) wird 75 Jahre alt.

Las Vegas - Als Zauberer-Duo Siegfried & Roy zogen sie Millionen Menschen in ihren Bann - bis zu einer schweren Tigerattacke. Mit 75 Jahren ist Siegfried Fischbacher längst im Ruhestand.

Der Tod des Tigers Montecore brachte Siegfried & Roy Ende März wieder in die Schlagzeilen. Ihr „geliebter 17 Jahre alter weißer Tiger, Freund und Bruder“ sei gestorben, teilte Roy Horn (69) auf Facebook mit. Der dunkelhaarige Horn und sein blonder Partner Siegfried Fischbacher, der an diesem Freitag 75 Jahre alt wird, haben sich schon lange aus dem Showbusiness zurückgezogen. Auftritte in der Öffentlichkeit sind selten geworden. Ihr Management in Las Vegas wollte denn auch nicht sagen, wie Fischbacher das runde Jubiläum begehen wird.

Mehr als zehn Jahre liegt die Tigerattacke zurück, die der legendären Karriere des deutschen Magier-Duos Siegfried & Roy ein jähes Ende setzte. Der Zwischenfall am 3. Oktober 2003 in Las Vegas kostete Horn fast das Leben. Vom gefeierten Showstar wurde Fischbacher über Nacht zur Stütze seines Partners. Nach dem Unfall war Horn halbseitig gelähmt, inzwischen kann er wieder ohne fremde Hilfe laufen.

Von Rosenheim nach Las Vegas

Ihre Show war die Krönung einer „American Dream“-Karriere, die Fischbacher buchstäblich als Tellerwäscher begonnen hatte. Schon als Junge im bayrischen Rosenheim lernte er die ersten Zaubertricks. Später jobbte er in Hotels, auf Kreuzfahrtschiffen und unterhielt als Trickkünstler die Gäste. Der aus Niedersachsen stammenden Horn brachte exotische Tiere mit auf die Bühne.

1967 ging das Duo nach Angaben ihres Deutschland-Managements nach Las Vegas, ab 1970 waren sie dort drei Jahre im Stardust-Casino zu sehen. 1988 handelten sie mit dem Mirage-Hotel einen Millionen-Deal aus. Mit einem explosiven Mix aus Zauberei und exotischen Tieren, darunter seltenen weißen Tigern, hielten sie bis zu dem tragischen Unfall im Jahr 2003 Millionen Fans in Atem. Ihre Großkatzen im „Secret Garden“-Gehege des Mirage-Hotels sind weiterhin eine Touristenattraktion.

dpa

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