Nina Hoss erwartet Streit in Berlinale-Jury

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Berlinale-Jurorin Nina Hoss rechnet vor der Preisvergabe mit Streit.

Berlin - Berlinale-Jurorin Nina Hoss rechnet vor der Preisvergabe mit Streit. Warum? In der Jury seien sehr unterschiedliche Geschmäcker vertreten. Hoss glaubt aber, dass es trotzdem fair zugehen wird.

“Das passiert am Ende bestimmt“, sagte die Schauspielerin der “Berliner Morgenpost“ (Freitagausgabe) kurz vor der Verleihung der Bären am Samstag. In der Jury gebe es “sehr unterschiedliche Geschmäcker. Aber wenn wir streiten werden, dann wohl nur um die Sache. Wir sind eine ganz liebe Truppe“, sagte Hoss. Jury-Präsidentin Isabella Rossellini sei auch “überhaupt keine Despotin“.

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Die 35-Jährige begrüßte es, dass der Jury-Stuhl des iranischen Filmemachers Jafar Panahi frei geblieben war. “Es ist ein wichtiges Zeichen“, sagte Hoss. “Je mehr Zeichen wir setzen, desto mehr bewegt sich. Und dass sich was bewegen kann, das sehen wir ja nun“, sagte sie mit Blick auf die Revolutionen in Ägypten und Tunesien.

Hoss war selbst vor vier Jahren für “Yella“ von der Berlinale als beste Schauspielerin geehrt worden. “Ich freue mich daher jetzt schon auf die Gesichter all derer, die in diesem Jahr gewinnen werden“, sagte die 35-Jährige.

dapd

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