"Schnauze voll"

Mark Medlock macht endgültig Schluss

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Mark Medlock: Schluss mit Musik.

München - Er hatte schon einmal die Schnauze voll, dann überlegte er es sich anders. Doch diesmal soll endgültig Schluss sein mit der Musik-Karriere von Mark Medlock.

Das teilte der Ex-DSDS-Sieger auf seiner Facebook-Seite mit. "Heute ist der Entschluss gekommen: Ich selbst habe entschieden, meine Karriere komplett in den Eimer zu schmeißen. Am 30.04.2013 ist mein letztes Konzert", schrieb der Sänger. 

Medlock hatte die vierte Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" überragend gewonnen und mit Hilfe von Hit-Produzent und Kumpel Dieter Bohlen den bisher größten Erfolg aller Teilnehmer der RTL-Show hinlegen können. Mit den Liedern "Now or Never", "You can get it", "Summer Love" erreichte er Platz eins der deutschen Charts, "Unbelievable", Baby Blue" und "Real Love" kamen jeweils in die Top 5 und hielten sich dort wochenlang. Das Resultat in Zahlen: Drei Millionen verkaufte Tonträger, sowie elf Gold- und vier Platin-Auszeichnungen.

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Der sensible 34-Jährige breitete im Laufe seiner Karriere bereitwillig seine von Schicksalsschlägen nicht gerade arme Biographie aus. Der Stress des Showbusines forderte seinen Tribut - Medlock machte immer mehr mit Wutausbrüchen, Pöbeleien, Handgreiflichkeiten und Fan-Beschimpftungen Negativ-Schlagzeilen. Wegen seiner Homosexualität wurde er dazu vor allem im Schutz der Anonymität des Internet oft böse angefeindet.

"Nach meiner Meinung hätte mich jede andere Familie schon längst erschossen, und zum Teufel gejagt bei dem Stress und den ununterbrochenen Beleidigungen, üblen Nachreden, die Stalker vor der Tür, usw.", schrieb Medlock auf seiner Seite im sozialen Netzwerk. "Ich kann diesen Dreck nicht länger meiner neuen Familie zumuten, dafür liebe ich sie zu sehr, und will mir das nicht für kein Geld der Welt zerstören lassen."

Im Juni des vergangenen Jahres wollte er schon einmal seine Karriere beenden, doch dann ruderte er zurück. Jetzt ist wohl endgültig Schluss: "Ich will nicht mehr auf die Bühne. Ich habe die Schnauze voll.“

hn

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