Abschied von Eunice Kennedy Shriver

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Angehörige von Eunice Shriver, darunter Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger und dessen Frau tragen den Sarg in die St. Francis Xavier Church von Hyannis.

Hyannis - Bei einer bewegenden Trauerfeier haben hunderte Menschen, darunter US-Vizepräsident Joe Biden und Athleten der Special Olympics, von Eunice Kennedy Shriver Abschied genommen.

Ihre Tochter Maria Shriver würdigte die Verstorbene als “beängstigend kluge Frau“, die sich mit viel Unkonventionalität für Millionen Menschen ohne Stimme eingesetzt habe. Die Schwester von Präsident John F. Kennedy und Schwiegermutter des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger wurde anschließend im engsten Familienkreis auf einem Friedhof von Cape Cod beigesetzt. Dem Sarg gingen bei dessen Transport zur Trauerfeier Athleten der Special Olympics voran.

Eunice Kennedy Shriver , die geistige Mutter der „Special Olympics“ ist am Dienstag im Alter von 88 Jahren gestorben.

Die am Dienstag im Alter von 88 Jahren Verstorbene startete 1968 eine Bewegung, die später in die Special Olympics mündete, die weltweit größte Sportbewegung für geistig behinderte Menschen. Inzwischen nehmen jedes Jahr mehr als eine Million Sportler in mehr als 160 Ländern an den Special Olympics teil.

Maria Shriver lobte den Einsatz ihrer Mutter für Behinderte sowie ihre generelle Entschlossenheit, die Welt zu einem besseren Ort für die Menschheit zu machen. Dies würde sie auch jetzt noch von jedem Teilnehmenden an der Trauerfeier einfordern, betonte die Tochter. Doch auch das unkonventionelle Verhalten der Verstorbenen, die gerne kubanische Zigarren rauchte und Fußball spielte, wurde gewürdigt.

„Sie hat uns gelehrt, mit erhobenem Kopf zu stehen“

Am Requiem in der katholischen Kirche St. Francis Xavier nahm neben vielen Prominenten auch US-Vizepräsident Joe Biden teil. Zu den geladenen Trauergästen gehörten ferner Talkmasterin Oprah Winfrey und Stars wie Stevie Wonder und Jon Bon Jovi. Kennedy Shrivers letzter noch lebender Bruder Edward Kennedy, der an einem Gehirntumor erkrankt ist, konnte aus Gesundheitsgründen nicht teilnehmen.

Am Donnerstag hatten noch einmal hunderte Menschen bei einer Totenwache Kennedy Shriver die letzte Ehre erwiesen. Ein steter Strom von Trauernden zog am Sarg vorbei, der mit Fotos der Verstorbenen und ihrer Familien umgeben war. An der Totenwache nahm auch Schwarzenegger teil. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb er, seine Schwiegermutter hätte bestimmt gesagt, man solle nicht so viel Aufhebens um sie machen.

Kennedy Shrivers Neffe Robert Kennedy Jr. würdigte seine Tante als tiefreligiöse Frau. Unter den Trauergästen war auch der 25 Jahre alte geistig behinderte Mike Rhodes , der eine Karte für Kennedy Shriver gebastelt hatte. “Sie hat uns gelehrt, mit erhobenem Kopf zu stehen“, war darauf geschrieben.

AP

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