Wie eine Art…

. . . Kontemplation, meditative Stunde, wie ein Erden im manchmal wuselig-kopflosen Alltag ist das allabendliche Wässern der Pflanzen in Uhlenköpers Garten. Kurz vor Einbruch der Dämmerung greift unser Mann dann zum Gartenschlauch und gibt den durstigen Büschen, Stauden und Blumen Wasser. Dabei beobachtet er die plantschenden Amseln im Keramik-Vogelbad, das Pfauenauge, das noch schnell die letzten Blüten ansteuert, und die schon etwas vom Tagwerk ermüdeten Hummeln, die ebenfalls die letzten Pollen einsammeln. Uhlenköper ist eins mit sich und seiner Welt und rundum zufrieden. – Und dann beginnt von einer Sekunde auf die nächste der Terror: Von allen Seiten fliegen sie Angriffe auf ihn. Mücken! In Heerscharen fallen diese Blutsauger über ihn her. Sie stechen in die unmöglichsten Stellen wie den linken kleinen Finger oder zwischen den großen Zeh und Zeige-Zeh. Gern auch mal in Handgelenk oder Knie. Hauptsache, man kann an der Stelle nicht kratzen und muss hilflos leiden. Uhlenköper hat dann keine Hemmungen, mit ganzer Kraft zuzuhauen. Ganz plötzlich (und ungewollt!) wird dann vom friedvoll Meditierenden zum tobenden Kämpfer ein offensichtlich mit edlem Blut gesegneter Uhlenköper.

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