Wochenlang . . .
. . . hatte er uns genervt mit seiner nicht enden wollenden weißen „Pracht“: Schnee, der auf Uelzen fiel und teilweise immer noch fällt. Seine unangenehmen Begleiterscheinungen waren allmorgendliches Eiskratzen und Schneefegen von den Autoscheiben, Rutschen auf den Gehwegen, dazu klamme Finger und unleugbar schlechte Laune – ein echter „Winter-Blues“ eben, wie Uhlenköper auch an sich selbst feststellen musste. Doch kaum taut der Schnee, offenbart sich ihm ein Bild, das ebenfalls nicht sehr ansprechend ist. Überall Zigarettenkippen, Kronkorken, zerdepperte Alkoholflaschen und Überreste von Silvesterböllern im Schneematsch. Welche Wohltat war da der weiße Mantel auf Wegen und Plätzen, der diesen Anblick seit Dezember verhüllt hatte. Jetzt hofft Uhlenköper, dass auch der letzte Rest Schnee wegtaut, damit die Souvenirs vom Silvesterfest endgültig weggefegt werden können. Dann müsste es nur noch
ein paar Grad wärmer werden – und alles wäre wieder im Lot. Schneeglöckchen und Krokusse statt Sektkorken und Knallern, das wäre genau nach dem Geschmack von Uhlenköper.
