Stadtwerke stellen geringeren Wasserpreis in Aussicht

Trinkwasser: Verbrauch gesunken

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Die Besucherzahlen im Freibad haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

kah Tangermünde. Ein zufriedenstellendes Ergebnis der Tangermünder Stadtwerke hat der Leiter Dietmar Schieß nun der lokalen Politik vorgestellt. Im Planungsausschuss gab er einen Überblick über die Bilanz des Jahres 2013, die im Herbst 2014 geprüft wurde.

Der Tenor: Der Gewinn ist gestiegen, der Stand der Darlehen gesunken. Nach Art eines freien Unternehmens kann der kommunale Betrieb aber nicht arbeiten – und deshalb keine Ersparnisse aufbauen, haderte der Stadtwerke-Chef. Im Raum steht, dass die Wasserpreise sinken könnten, aber das noch ohne Garantie.

2,55 Millionen Euro Umsatz hat der Betrieb im Wirtschaftsjahr 2013 gemacht. Das sind 169 000 Euro mehr als in dem Jahr zuvor. Maßgeblich gehe das auf eine Anhebung der Trinkwassergebühr zurück. Dabei habe sich der Trinkwasserverbrauch der Tangermünder allerdings verringert, ebenso das Volumen des Abwassers. 457 000 Kubikmeter Trinkwasser stehen 317 000 Kubikmetern Abwasser gegenüber.

Die Besucherzahlen des Freibades waren hoch: 18 100 Besucher zählte man 2013, im Jahr davor waren es nur 10 600. Dennoch bleibt das Freibad ein Verlustgeschäft: 158 000 Euro Miese waren es 2013, im Jahr davor waren es 175 000 Euro Verlust. Diese Verluste übernimmt die Stadt Tangermünde.

Sie bekommt allerdings auch einen kleinen Teil des Anlagekapitals in Höhe von 150 000 Euro.

Insgesamt liegen die Stadtwerke aber im Plus: 329 500 Euro sind es, 116 000 Euro mehr als 2012. Aber die Krux ist: „Wir sind in der Bredouille, dass wir wegen kommunalrechtlicher Bestimmungen keine Rücklagen bilden dürfen“, sagt Schieß. Die Stadtwerke sind kein privates Unternehmen, das Gewinne problemlos für Investitionen nutzen kann. Also müssen die Gewinne anders verwendet werden. Eine Nachkalkulation müsse ergeben, ob die Preise hoch oder niedrig genug sind. Als kommunales Unternehmen werden in diese Kalkulation die Gewinne eingerechnet – quasi als „Luft nach oben“.

Das könnte also bedeuten, dass die Preise für den Verbraucher sinken könnten? „Nicht unbedingt“, sagt Schieß. Er will noch die Nachkalkulation abwarten, Posten wie langfristig laufende Reparaturen könnten noch einen Einfluss haben.

Die Bilanz der Stadtwerke wird außerdem beim kommenden Stadtrat am 18. Februar dem Tangermünder Parlament vorgestellt.

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