Starke Schäden nach Hochwasser 2013

Tangermünder Stadtmauer: 92 Meter für 230.000 Euro

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Das Hochwasser stand im Juni 2013 knapp zwei Meter am Hafen und drückte gegen die Mauer. Insgesamt kostete die Instandsetzung hier knapp 60  000 Euro. Das Geld dafür kam aus der Fluthilfe.

Tangermünde. Das Teilstück der Stadtmauer zwischen der Schäferstraße und der Töpferstraße ist 92 Meter lang. Die Sanierung dieses Mauerteils kostet insgesamt 230  000 Euro.

Es ist so teuer, weil die Mauer damals teilweise ohne festes Fundament auf den blanken Boden gemauert wurde. Die Mauer hatte Risse gebildet und war an einigen Stellen abgesackt. An diesen Stellen wurde eine Unterfangung aus Beton unter die Mauer gespritzt, um sie wieder zu stabilisieren.

Zwischen den Mauerverstärkungen wurden bis auf zwei Meter Höhe die Fugen repariert und kaputte Steine ersetzt.

„Die Mauer geht von der Stendaler Straße bis zum Fährdamm und wird ständig saniert, auch schon zu DDR-Zeiten“, erklärt Ariane Günzel von der Tangermünder Stadtverwaltung. Es werde immer geschaut, wo Schäden an der Mauer auftreten und bei besonderen Gefahren, wie losen Steinen etwa würden diese auch schnell beseitigt werden. An der Stadtmauer am Tangermünder Hafen hat das Hochwasser im Juni 2013 auch einiges an Schäden angerichtet. Da das Wasser dort mehrere Tage stand, wurden viele Fugen ausgespült. Bis auf eine Höhe von zwei Metern wurden hier die Schadstellen neu verfugt und kaputte Steine ersetzt. „Mehr haben wir dort nicht machen lassen. Das hat zwischen 50  000 und 60  000 Euro gekostet, wurde allerdings durch die Fluthilfe übernommen“, sagte Günzel.

Eine Idee zur Finanzierung der kaputten Mauer an der Rossfurt kam durch den Gründungsverein der Stadtstiftung gemeinsam mit der Stadtverwaltung zustande. Der Verein sammelte Spenden in dem er für einen Mindestspendenbetrag von 75 Euro sogenannte Stiftersteine für freiwillige Spender zur Verfügung stellte. Diese Steine enthalten die Namen der Stifter, teilweise sogar mit Geburts- und Sterbedaten. Insgesamt kamen hierbei rund 30 000 Euro als Spende zusammen. Die Rossfurt ist eine Stelle, die durch Touristen natürlich häufig genutzt und daher auch von vielen Menschen gesehen wird. Weitere Mauerabschnitte ebenfalls mit Stiftersteinen zu versehen, ist für Günzel nicht abwegig, nur muss der zukünftig zu sanierende Mauerabschnitt dafür auch von an einer oft frequentierten Stelle liegen.

Von Maren Maatz

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