Kinder und Jugendliche haben sich für drei Schwerpunkte entschieden / Konferenz im November

Tangermünde im Land 3.0

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Der zwölfjährige Janik und seine Freunde haben sich Gedanken gemacht. Sie haben sich ein Tangermünde ihrer Träume ausgedacht. Was von ihren Wünschen realisierbar ist, zeigt sich auf der zweiten Kinder- und Jugendkonferenz im Shalomhaus.

Tangermünde. Die Entscheidung ist gefallen. Auf drei Schwerpunkte haben sich die Kinder und Jugendlichen aus Tangermünde, die am Projekt „Jugend im Land 3. 0“ vom Verein „KinderStärken“ teilgenommen haben, festgelegt.

In den großen Sommerferien und Anfang September haben sie sich zusammengesetzt und mit dem Bausimulationsspiel „Minecraft“ ein Tangermünde ihrer Träume erschaffen. Der zwölfjährige Janik ist für das Freibad zuständig gewesen. Auch ein Hallenbad, ein Kino, einen Tierpark, einen großen Spielplatz, einen Einkaufsladen, ein Rathaus und eine Kirche wurde in dem Spiel aufgebaut (AZ berichtete). Hierbei wurde den Kindern nichts vorgegeben, es wurde geschaut, was gewünscht wurde und am Ende musste geguckt werden, was davon leistbar sei.

„Auf welche drei Schwerpunkte sich die Kinder geeinigt haben, ist noch geheim. Das wird erst in der zweiten Kinder- und Jugendkonferenz am 19. November ab 17.30 Uhr im Shalomhaus bekannt gegeben“, erklärt Projektleiterin Anja Demme vom Verein Kinderstärken. Zu diesem Termin sollen alle, die für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragen, eingeladen werden.

Dazu gehören nicht nur die Stadtvertreter, wie Bürgermeister, Stadträte und die Stadtverwaltung von Tangermünde, sondern auch die Vereine und Schulen und alle, die sich dafür interessieren.

„Wichtig ist, dass wir mit den Politikern ins Gespräch kommen und anfangen zu reden“, sagt Demme. Es sei geplant, eine Arbeitsgruppe zu bilden. „Die Jugendlichen wollen mit helfen. Wir wollen gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen darüber zu diskutieren, Ideen und Gedanken auszutauschen, Lösungen finden und Kompromisse schließen“, heißt es von Seiten des Vereins.

Ziel des Projektes sei „die Förderung der Beteiligungs-möglichkeiten für Kinder und Jugendliche auf kommunaler Ebene und deren bürgerschaftliches Engagement unter Nutzung digitaler Medien. Ihre Selbstwirksamkeitserfahrungen und die Entwicklung eines Demokratieverständnisses zu unterstützen und zu stärken.“

Von Maren Maatz

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