Hildegard Wynands erhofft sich ein schöneres Bild am Kaiserstadt-Hafen

Tangermünde: Blumen für die Promenade?

+
Aus Wynands’ Sicht ist die Promenade im Sommer zu trostlos. Blumen sollen her. Der Bürgermeister befürchtet, sie könnten Ziel von Vandalismus werden.

Tangermünde. „Wir nennen uns eine Kaiserstadt“, eröffnete Hildegard Wynands (CDU) beim vergangenen Stadtrat einen Kritikpunkt: Man rühme sich des Namens, aber gerade deshalb solle man die Stadt auch entsprechend herrichten. Ihr Augenmerk ist vor allem die Hafenpromenade.

Für sie könnte die deutlich schöner aussehen. Die Stadt befürchtet aber, dass die Pracht, wenn es sie gäbe, schnell wieder dahin sein könnte.

„Die Stadt ist leblos. Wäre es nicht möglich, dort Blumenkästen aufzubauen?“ fragte die Stadträtin. Sie habe es durchgerechnet: Auch mit etwa 20 Kästen mit Blumen käme man auf etwa 700 Euro. Und das, meint sie, solle möglich sein. „Es kann nicht sein, dass die Initiative immer nur von den Bürgern ausgeht.“ Der Bauhof könnte sich darum kümmern – mit Hilfe von Angestellten der Gesellschaft für Arbeitsförderung und Sanierung mit sogenannten „Ein-Euro-Jobbern“.

„Ich kann mir das sehr schön vorstellen“, sagte Tangermündes Bürgermeister Jürgen Pyrdok. Aber andere, jüngere Menschen, würden das möglicherweise anders sehen: „Ich hätte Angst vor Vandalismus“, meinte er. Er fragte auch, ob die Pflege der entsprechenden Blumenflächen auf Dauer zu machen sei.

Ganz kam er damit nicht durch: Wynands stellte klar, dass es durchaus Vandalismus geben könne, der aber nicht unbedingt von Jugendlichen kommen müsse – auch ältere würden zerstörerisch sein.

Von Kai Hasse

Kommentare