Hoffnung für das Bucher Wahrzeichen

Stadt Tangermünde will die Sanierung des Roland von Europa fördern lassen

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Um den Bucher Roland nicht zu beschädigen, nutzen die Bucher bei der Krönung stets eine Aufstell-Leiter statt einer Leiter zum Anlehnen.

Buch. Der bröckelnde Roland in Buch macht der Tangermünder Stadtverwaltung Sorgen. Derzeit sieht es nicht gut aus für ihn, eine Förderung vom Land ist nicht bewilligt worden.

Der Tangermünder Bürgermeister Jürgen Pyrdok, der auch amtierender Ortsbürgermeister in Buch ist, hat sich nun mit dem Leader-Management zusammengesetzt. Er erhofft sich Hilfe durch das europäische Entwicklungsprogramm.

„Wir wollen versuchen, den Bucher Roland als Maßnahme der Leader-Förderung für das Jahr 2017 aufnehmen zu lassen“, bestätigte Pyrdok. Da ging ein wenig Hoffnung durch den Saal bei der Sitzung des Hauptausschusses, in dem Pyrdok saß. Er habe mit dem Leader-Management Kontakt aufgenommen. Dort habe man den Vorschlag sogar „erfreut“ entgegengenommen. Denn tatsächlich falle die Sanierung des Rolands mit seinem touristischen Effekt für die Region gut in das Raster des Programmes. „Leader“ ist ein von europäischem Geld finanziertes Entwicklungsprojekt, das gezielt Projekte unterstützt, die beispielsweise Tourismus, kleine lokale Verschönerungen oder das Zusammenwirken lokaler Akteure begünstigen soll. Der Bucher Roland wäre so ein Beispiel, ist man sich in der Stadtverwaltung sicher.

Um den Bucher Roland stand es bereits die vergangenen Monate und Jahre schlecht: Er hat Risse und Schwachstellen in seinem Steinkörper, die ihn zunehmend zersetzen. Das hat sehr konkrete Auswirkungen: Bei der alljährlichen Rolandkrönung, die an diesem PfingstWochenende bereits wieder stattfindet, dürfte man beispielsweise keine Leiter an seinen Kopf anlehnen – er könnte buchstäblich den Kopf verlieren.

Bereits zweimal hatte das Referat Denkmalschutz im Landesverwaltungsamt eine Förderung von Seiten des Landes abgewiesen.

Von Kai Hasse

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