Nur städtische Gelände könnten Preis drücken

Spielplatzplan zu teuer

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Ein teures Anliegen sind die Spielplätze in der Einheitsgemeinde Tangermünde.

gk Tangermünde. Kinder brauchen Spielraum. Und das buchstäblich. Wie in Tangermünde oft angemerkt wird, muss ein weiterer Spielplatz her.

Der Stadtrat Michael Siegmund hatte dazu mit Denis Kreuzadler und Steffen Buddy eine Arbeitsgruppe mit gegründet, um Möglichkeiten für einen weiteren Platz auszuloten. Das Ergebnis krankt an einem Punkt, wie nun nach einer Vorstellung deutlich wurde: Ein Spielplatz wäre zu teuer.

Umfangreiche Recherche hatte Siegmund betrieben, nun berichtete er im Sozialausschuss, dass zwei Grundstücke für einen Spielplatz in Frage kämen. Sie liegen im Neubaugebiet. Das größere von beiden ist gut dafür geeignet, ist aber Privatland.

Schon der Ankauf würde rund 50 000 Euro kosten. Rechnet man Spielgeräte und Einzäunung dazu, koste es mehr als 100 000 Euro, hatte Siegmund ermittelt. „Diese Summe wird die Stadtverwaltung wohl auch 2016 oder 2017 nicht in ihren Haushaltsplan aufnehmen können“, meinte Ausschussvorsitzende Hildegard Wynands.

„Würde der Platz nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen für Spielplätze gestaltet, also naturnah, egal, ob für kleine oder größere Kinder, würde sich die Summe verdoppeln.“, sagte Siegmund ernst. Da würde auch eine zugesagte Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaften nicht ausreichen.

„Wir werden das Problem nur mit der Umnutzung eines städtischen Grundstücks lösen können“, resümierte Wynands und dankte Siegmund für seine Arbeit, die er sich gemacht hatte. Eine Konzeption soll er aber trotzdem erarbeiten, unabhängig von der Lage des eventuellen Spielplatzes, die auch die Instandhaltung bestehender Spielplätze beinhaltet.

In der Diskussion im Ausschuss wurde auch nach Angeboten für Jugendliche gefragt, also Treffpunkte und Bolzplätze. Olaf Haußen erinnerte an die Tartanbahn und Wynands an die Skaterbahn, über die demnächst mit Carola Schulz gesprochen werden soll.

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